50Hertz Transmission GmbH

dena-Netzstudie: Beschleunigung des Netzausbaus notwendig

Laut der Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) müssen bis 2015 bundesweit 850 Trassenkilometer neu gebaut werden, um die Klimaschutzziele in Deutschland und Europa zu erreichen (dena-Netzstudie I). Diese Verbindungen sind alle im Bedarfsplan des Energieleitungs- ausbaugesetzes (ENLAG) aufgenommen worden.

Beschleunigung des Netzausbaus notwendig

Aus Sicht von 50Hertz ist die Studie der Deutschen Energie-Agentur ein wichtiger erster Schritt für die Integration der Windenergie in den Energie-Mix der Zukunft  - und damit ein wichtiges Signal für den Klimaschutz. Dennoch zeigt die Studie bereits heute die Grenzen einer sicheren, effizienten, kostengünstigen und energetisch vertretbaren Einbindung der Windkraftanlagen in die Energieversorgung auf. Positiv bewertet 50Hertz gleichwohl die im Konsens gewonnene Erkenntnis, dass mit dem weiteren Ausbau von Windenergieanlagen auch der Ausbau der Übertragungsnetze beschleunigt vorangetrieben werden muss.

Forcierung des europaweiten Stromhandels

Fragen zur Sicherheit des elektrischen Gesamtsystems, zum Beispiel für ein gesetzlich geregeltes bundesweites Erzeugungsmanagement von Windenergieanlagen oder die aus Sicherheitsgründen erforderliche Bereitstellung der Momentaneinspeisewerte der Windenergieanlagen, konnten für die vorliegende Studie nicht ausreichend berücksichtigt werden. Aus diesem Grund plädiert 50Hertz für Folgeuntersuchungen, die diesen Aspekt würdigen. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt fortführender Studien müsste nach Auffassung von 50Hertz die Forcierung des europaweiten Stromhandels sein. Denn dieser - für die Entwicklung eines europäischen Elektrizitäts-Binnenmarktes - wichtige Faktor wird bereits heute durch zunehmende, windbedingte Beeinträchtigungen stark eingeschränkt.

50Hertz ist jedoch zuversichtlich, dass durch einen konstruktiven Dialog aller Beteiligten die für die Entwicklung der zukünftigen Energiewirtschaft wichtige Balance zwischen Sicherheit, Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und betriebswirtschaftlicher Effizienz gelingt.

Weitere Links:
Deutsche Energie-Agentur