50Hertz Transmission GmbH

Kraftwerks-Netzanschlussverordnung (KraftNAV)

Gemäß § 17 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) vom 7. Juli 2005 haben Betreiber von Energieversorgungsnetzen Kunden zu technischen und wirtschaftlichen Bedingungen an ihr Netz anzuschließen, die angemessen, diskriminierungsfrei und transparent sind. 

Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen mit einer Spannung ab 110 kV - konventionelle Kraftwerke - sind nach § 3 Abs. 1 der "Verordnung zur Regelung des Netzanschlusses von Anlagen zur Erzeugung von elektrischer Energie (Kraftwerks-Netzanschlussverordnung - KraftNAV) vom 26. Juni 2007 verpflichtet, Angaben zu ihrem Netz zu veröffentlichen.

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Was ist der Hintergrund der KraftNAV?

Die so genannte Netzanschlussverordnung (KraftNAV) regelt bundeseinheitlich das Verfahren zum Anschluss neuer Kraftwerke an das bestehende Elektrizitätsnetz. Hintergrund der KraftNAV ist der im Jahr 2002 gesetzlich verankerte Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie (unter Festlegung von Reststrommengen). Zu diesem Zweck soll die KraftNAV eine mittelfristig drohende „Stromlücke" schließen und den diskriminierungsfreien Netzanschluss näher regeln. Investitionen in neue Kraftwerke sollen dadurch zügig und diskriminierungsfrei erfolgen können. Die KraftNAV betrifft Erzeugungsanlagen mit einer Nennleistung ab 100 Megawatt an Elektrizitätsversorgungsnetze mit einer Spannung von mindestens 110 Kilovolt.