50Hertz Transmission GmbH

Regionenmodell Stromtransport

50Hertz informiert regelmäßig sowohl über Netzauslastungen wie auch tatsächliche oder zu erwartende Engpässe. Zu diesem Zweck haben die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber die so genannten Regionenmodelle entwickelt. Diese bilden den Stand bzw. die voraussichtliche Entwicklung der installierten Kraftwerksleistung und der Leistungsflüsse in den einzelnen Netzgebieten in den Jahren 2009 und 2013 ab.

Stromtransport 2009

In einer gemeinsamen Analyse der aktuellen Situationen in 2009 haben die deutschen Übertragungsnetzbetreiber die Transportaufgaben für das deutsche Höchstspannungsnetz und die sich daraus ergebenden physikalischen Leistungsflüsse im Regionenmodell „Stromtransport 2009“ untersucht.

Hintergrund der folgenden Analyse ist, dass die deutschen Übertragungsnetze in ihren heutigen Strukturen keine „Kupferplatten“ darstellen, die unabhängig von Einspeise-, Last- und Transitszenarien keinerlei Beschränkungen für Marktaktivitäten aufweisen.

Die Strukturen der Übertragungsnetze sind historisch bedingt für eine lastnahe Erzeugung ausgelegt. In diesen „gewachsenen Netzen“ sind weniger und stärker vermaschte Gebiete vorhanden. Die Lasten wurden im Wesentlichen durch regionalvorhandene Erzeugungseinheiten abgedeckt.

Gesetzlicher Hintergrund

Die europäische und deutsche Gesetzgebung (zum Beispiel EU-Verordnung Nr. 1228/2003, EU-Entscheidung 1364/2007, EU-Richtlinie 2001/77/EG, EnWG, EEG, KraftNAV, KWKModG) verpflichtet die Übertragungsnetzbetreiber, die vollständige Integration der Erneuerbaren Energien zu ermöglichen, allen Marktteilnehmern einen diskriminierungsfreien Netzzugang zu gewährleisten und einen europaweit uneingeschränkten Stromhandel zu fördern.

Abweichend der den Regionenmodellen zu Grunde liegenden Annahmen behält sich 50Hertz vor, darüber hinausgehende Annahmen auf Basis oben genannter gesetzlicher Verpflichtungen und gemäß aktueller Kundenanforderungen zur Ermittlung des Netzausbaubedarfs zu treffen.

Darüber hinaus werden auch Anforderungen aus der europäischen Zusammenarbeit der TSO (unter anderem in ENTSO-E) und von den zuständigen Regulatoren (BNetzA, ERGEG, CEER, ACER) sowie von Behörden (unter anderem Energieaufsichtsbehörden der Bundesländer) berücksichtigt.