50Hertz Transmission GmbH

Windsammelschiene - Ausbau der Windkraft an Land und auf See

Die 50Hertz Transmission GmbH plant in ihrem Übertragungsnetzbereich eine Höchstspannungsfreileitung von Schwerin (Umspannwerk Görries) nach Geesthacht (UW Krümmel) bei Hamburg. Mit diesem Projekt trägt 50Hertz der wachsenden Bedeutung von erneuerbaren Energien Rechnung.

Die so genannte "Windsammelschiene" ist erforderlich, um den überwiegend durch Windkraft erzeugten Strom von der verbrauchsschwachen Küstenregion zu verbrauchsstarken Regionen im Landesinneren abzutransportieren. Damit ermöglichen wir den weiteren Ausbau der Windkraft an Land und auf See.

Aber auch anderen regenerativen Energieträgern wird mit der Windsammelschiene die notwendige Netzkapazität geboten - etwa für die Biomasse, deren Bedeutung gerade im Agrar-Flächenland Mecklenburg-Vorpommern stetig steigt.

In Mecklenburg-Vorpommern wird die Windsammelschiene außerdem eine erhebliche Verbesserung der 380-kV-Infrastruktur mit sich bringen. Durch den Anschluss des 380/110-kV-Umspannwerkes Görries über dann zwei unabhängige Freileitungen ergibt sich nicht nur eine wesentlich gesteigerte Versorgungssicherheit für die Landeshauptstadt Schwerin – die Infrastruktur erhöht allgemein die Versorgungssicherheit im Nordwesten des Landes.

Durch den Netzausbau wird eine weitere Grundlage geschaffen, die traditionell enge Verknüpfung der Küstenländer auch in der Energiewirtschaft und zuliefernden Industrien zu stärken. Es ist geplant, dass die 50Hertz Transmission GmbH insgesamt ca. 93 Millionen Euro in die 75 km lange Verbindung investiert.

INFOBOX

Pumpspeicherwerk Geesthacht: Energie wird zwischengespeichert

Das Pumpspeicherwerk Geesthacht trägt zur Systemsicherheit bei, um den permanenten Ausgleich von Energieerzeugung und -verbrauch jederzeit gewährleisten zu können: In einem Pumpspeicherwerk kann mittels Wasser elektrische Energie zwischengespeichert werden. Dies ist in Zeiten, in denen viel Energie erzeugt, aber nur wenig verbraucht wird, von besonderer Bedeutung. Um die Energie zu speichern, wird das Wasser aus der Elbe durch Rohrleitungen in ein höher gelegenes Speicherbecken gepumpt. Soll die so zwischengespeicherte Energie später ins Netz eingespeist werden, wird das Wasser über Turbinen aus dem Speicherbecken wieder in die Elbe geleitet.