Windenergie
Die Windenergie ist in Deutschland dominierend auf dem Gebiet der regenerativen Stromerzeuger. Inzwischen sind zum Jahresende 2011 in Deutschland rund 22.300 Windenergieanlagen (WEA) mit einer Leistung von rund 29.075 Megawatt installiert, davon auf See (offshore) rund 50 WEA mit rund 200 Megawatt (Quelle: BMU, Entwicklung der Erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2011, März 2012). Bereits heute speisen in der Regelzone von 50Hertz rund 41 Prozent aller in Deutschland installierten Windenergieanlagen in die Mittel- und Hochspannungsnetze der regionalen Verteilungsnetzbetreiber und in das Höchstspannungsnetz des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz ein. Die gesamte Windenergie hatte 2011 einen Anteil von 7,6 Prozent am Bruttostromverbrauch in Deutschland, der zu 20 Prozent aus Erneuerbaren Energien gedeckt wurde (Quelle: siehe oben).
Anders als bei konventionellen Kraftwerken oder der regenerativen Stromerzeugung aus Biomasse unterliegt die Stromerzeugung durch Windenergieanlagen jedoch starken Schwankungen. Dies hat zur Folge, dass die durch Wind erzeugte elektrische Energie selten der jeweiligen Nachfrage entspricht. Die Betreiber der deutschen Energieversorgungsnetze sind jedoch laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verpflichtet, jeglichen erneuerbar erzeugten Strom ins Netz aufzunehmen. Um Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht zu halten, müssen die Übertragungsnetzbetreiber die hohen windbedingten Fluktuationen ausgleichen.
Für diesen Ausgleich sorgt 50Hertz als regelzonenverantwortlicher Übertragungsnetzbetreiber in den ostdeutschen Bundesländern sowie in Berlin und Hamburg. Dabei handelt es sich in erster Linie um den Ausgleich von Windenergie, zunehmend aber auch um den Ausgleich von fluktuierender Energie aus Solaranlagen, deren von der Nachfrage und der Prognose abweichende Einspeisung ausgeglichen werden muss.
Die hohen windbedingten Fluktuationen der eingespeisten Leistung sind entscheidend für den Ausgleichsbedarf und damit ein wesentlicher Kostentreiber.
Im Folgenden finden Sie einige wesentliche Eckzahlen zur Windenergie in der Regelzone von 50Hertz:
| Beschreibung | Wert |
|---|---|
| Mittlere Installierte Leistung Winderzeugungsanlagen (WEA) | 11.408 MW |
| Maximale Einspeisung von WEA | 9883 MW |
| Minimale Einspeisung von WEA | 13 MW |
| Größter Viertelstundensprung von WEA | +865 MW / -826 MW |
| Größter Stundensprung von WEA | +2.132 MW / -2.101 MW |
| Größter Tagessprung verursacht durch WEA | -9.186 MW |
| Installierte Leistung WEA Ende 2011* | 11.557 MW |
| Davon Offshore | 48 MW |
| Jahresvolllaststunden | 1.640 Stunden |
* Quelle: EEG-Anlagenstammdaten von 50Hertz, vorläufige Werte zum Stichtag 31.12.11 mit dem Stand 28.02.12, testierte Werte liegen zum Juni des jeweiligen Folgejahres vor.
Die Prognosewerte und die Hochrechnungsistwerte für die Windenergieeinspeisung in der Regelzone der 50Hertz Transmission GmbH können den folgenden Seiten entnommen werden:
Maßgeblich für die endgültige EEG-Abrechnung sind die entsprechenden Testate in Verbindung mit den Einspeisezeitreihen.
Unter dem Punkt EEG-Anlagenstammdaten werden zudem die in der Regelzone der 50Hertz Transmission GmbH installierten EEG-Anlagen veröffentlicht. Dort sind Anlagen, die eine Förderung nach dem EEG erhalten, u. a. nach Netzbetreibern, Energieträgern (Wasserkraft-, Gas-, Biomasse-, Geothermie-, Wind- und Solaranlagen), Spannungsebene, Bundesland und Inbetriebnahmejahr gelistet.

