Stellungnahmen und politische Positionen

Hier finden Sie aktuelle Positionen mit denen wir uns im Rahmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung in die politische Diskussion zur Energiewende einbringen:

 

Politische Positionen

50Hertz-Stellungnahme zum Impulspapier „Strom 2030"

31.10.2016

Die Energiewende schreitet in der 50Hertz-Regelzone schnell voran. Seit 2008 hat sich der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch in dieser Region verdoppelt. Er betrug 2015 bereits mehr als 49 Prozent. Die Versorgungssicherheit blieb in dieser Zeit jedoch konstant auf einem sehr hohen Niveau. Die Störungen im 50Hertz-Netz liegen sogar unter dem Durchschnitt der deutschen Übertragungsnetzbetreiber. Diese Erfolgsgeschichte zeigt deutlich, dass die Integration der Erneuerbaren Energien erfolgreich sein kann. Wichtig dafür ist aber die konstante und konsequente Anpassung des gesamten Energiesystems an die neuen Herausforderungen.

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Stellungnahme der Übertragungsnetzbetreiber zum Beschlussentwurf der BNetzA zur Festlegung von Eigenkapitalzinssätzen

10.08.2016

Die Bundesnetzagentur hat das Verfahren zur Festlegung des Eigenkapitalzinssatzes für die dritte Regulierungsperiode eingeleitet. Gegenüber der zweiten Regulierungsperiode ist eine erhebliche Absenkung des EK-Zinssatzes für Investitionen um rund 25 Prozent vorgesehen. Aus Sicht der Übertragungsnetzbetreiber ist der jetzt zur Konsultation gestellte Vorschlag von 6,91% vor Steuern aus verschiedenen Gründen nicht sachgerecht.

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50Hertz fordert Verstetigung des Offshore-Ausbaus in der Ostsee

Stellungnahmen zu den Entwürfen des Bundeswirtschaftsministeriums zum EEG 2016, zum Windenergie-auf-See-Gesetz und zu Eckpunkten für regionale Grünstromkennzeichnung eingereicht

29.04.2016

50Hertz hat heute ausführlich zu den Entwürfen des Bundeswirtschaftsministeriums zur Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG2016) Stellung genommen. Insgesamt wurden drei Stellungnahmen eingereicht: zum Entwurf des EEG2016, zum Entwurf des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) sowie zu den Eckpunkten für eine regionale Grünstromkennzeichnung.

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Gemeinsame Stellungnahme der Übertragungsnetzbetreiber zum Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende

01.03.2016

Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) begrüßen ausdrücklich den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende. Die darin vorgeschlagenen Regelungen

  • zum Rollout der intelligenten Zähler,
  • zum Kommunikationskonzept sowie
  • zur Rollenverteilung der unterschiedlichen Marktteilnehmer

bieten aus Sicht der ÜNB erhebliche volkswirtschaftliche Vorteile und sind zielführend. Sie sind ein wichtiger Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung des EOM 2.0 und der Energiewende.

Mit dem vorgeschlagenen Konzept wird ein System aufgebaut, in dem die Daten direkt vom Smart Meter Gateway sternförmig an diejenigen Marktteilnehmer verteilt werden, die sie für die Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.

ÜNB Kurzstellungsnahme Digitalisierungsgesetzentwurf

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Gemeinsame Forderung von Verteilnetzbetreibern und 50Hertz: Gerechte Netzentgelte schaffen

29.09.2015

50Hertz spricht sich gemeinsam mit Verteilnetzbetreibern der 50Hertz-Regelzone dafür aus, dass zügig Maßnahmen umgesetzt werden, um die einseitige Belastung der Region im Norden und Osten durch hohe Netzentgelte zu verringern. Die Unterzeichner fordern dazu die rasche Abschaffung der Regelungen zu vermiedenen Netznutzungsentgelten für EEG-Erzeuger sowie die zeitnahe Einführung eines bundesweit einheitlichen Netzentgeltes auf der Übertragungsnetzebene.

Gemeinsame Stellungnahme zum Referentenentwurf des Strommarktgesetzes

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50Hertz-Stellungnahme zum Strommarktgesetzentwurf: Geht in die richtige Richtung

29.09.2015

50Hertz begrüßt den Referentenentwurf des Gesetzes zur Weiterentwicklung des Strommarkts (Strommarktgesetz) ausdrücklich. Mit den darin enthaltenen Maßnahmen kann der Strommarkt sinnvoll weiterentwickelt und die Integration der erneuerbaren Energien erfolgreich vorangebracht werden. In der Stellungnahme äußert sich 50Hertz unter anderem zur Netzentgeltbefreiung für Pumpspeicherkraftwerke, zur Stärkung der Bilanzkreistreue, zur Netzreserve, zur Informationsplattform sowie zur Mindesterzeugung.

50Hertz-Stellungnahme zum Referentenentwurf des Strommarktgesetzes

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50Hertz-Position zu Netzentgelten: Bundesweit einheitliche Übertragungsnetzentgelte sind erster Schritt zu fairer Verteilung!

28.09.2015

Im Strompreis von Haushaltskunden sind drei bis vier Prozent auf Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber und rund 17 Prozent auf Netzentgelte der Verteilnetzbetreiber zurück zu führen. Dabei zeigen sich deutschlandweit erhebliche Unterschiede.

Wie ein von 50Hertz in Auftrag gegebenes Kurzgutachten der TU Dresden zur regionalen Ungleichverteilung der Netznutzungsentgelte zeigt, weisen Netzbetreiber, in deren Netzgebiet ein hoher Anteil an Erneuerbaren-Erzeugungsanlagen installiert ist, nicht nur hohe Investitionen in den Netzausbau auf, sondern haben auch sehr hohe betriebliche Kosten für die Integration des volatilen erneuerbaren Stroms ins elektrische System. All dies wird nicht deutschlandweit umgelegt (gewälzt), sondern verbleibt in der Regelzone des jeweiligen Übertragungsnetzbetreibers und führt dort zu überproportional hohen Strompreisen, wo der erneuerbare Strom produziert, aber nur wenig verbraucht wird: speziell Im Norden und Osten Deutschlands. Und das, obwohl diese Regionen einen Überschuss an günstigem Strom verzeichnen.

Um eine faire Verteilung der Kosten der Systemintegration erneuerbarer Energien zu erreichen und zur Vermeidung des weiteren Auseinanderdriftens der Netzentgelte sollten zunächst die auf der Verteilnetzebene anfallenden vermiedenen Netznutzungsentgelte (vNNE) für volatil einspeisende Anlagen abgeschafft werden. Gleichzeitig sollte ein bundesweit einheitliches Netzentgelt im Übertragungsnetz eingeführt werden. Dabei müsste selbstverständlich strikt darauf geachtet werden, dass den Netzbetreibern weiterhin nur effiziente Kosten erstattet werden: Die strengen Kontrollen der Regulierungsbehörden blieben von einem bundeseinheitlichen Netzentgelt unberührt.

50Hertz-Positionspapier zu Netzentgelten

Kurzgutachten der TU Dresden zur regionalen Ungleichverteilung der Netznutzungsentgelte

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50Hertz: Redispatch mit Erneuerbaren-Energien-Anlagen sollte ermöglicht werden

25.09.2015

In den vergangenen Jahren sind die Kosten für Redispatch im Netzgebiet von 50Hertz stark angestiegen. Zwar könnten Erneuerbare Energien (EE)-Anlagen die Engpässe effizienter beseitigen. Aufgrund derzeit geltender, enger gesetzlicher Grenzen können sie jedoch für Redispatch-Maßnahmen nicht eingesetzt werden. Daher schlägt 50Hertz vor, EE-Anlagen über deren Vermarkter in den regulären Redispatch gemäß §13 Absatz 1 bzw. §13 Absatz 1a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) einzubinden und damit direkt auf einzelne Anlagen zugreifen zu können. ÜNB sollten die Möglichkeit erhalten, die gleichzeitig technisch und wirtschaftlich effizientesten EE-Anlagen abzuregeln, unter Zahlung einer entsprechenden Vergütung an die betroffenen Vermarkter dieser Anlagen.

Redispatch mit EE-Anlagen

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Stellungnahme zu den Eckpunkten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu Ausschreibungen für EEG-Anlagen vom Juli 2015

25.09.2015

50Hertz begrüßt die geplante Einführung von Ausschreibungen zur Ermittlung der Förderhöhe von Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen). Durch wettbewerbliche Auktionen entsteht ein Anreiz, Erzeugungsanlagen kostengünstiger zu errichten, wodurch in allen Technologien vorhandene Kostensenkungspotenziale gehoben werden können. Zudem wird durch einen definierten Ausbaupfad die Synchronisierung von EE-Ausbau und Netzausbau ermöglicht. Dies gilt für den Netzausbau an Land ebenso wie für die Anbindung von Offshore-Windparks auf See. Auch bietet der Ausbaupfad allen Marktteilnehmern Orientierung und Investitionssicherheit. All diese Vorteile führen zu einer Senkung der gesamtwirtschaftlichen Kosten der Energiewende. Damit spielen die Ausschreibungen für EE-Anlagen eine zentrale Rolle bei der erfolgreichen Transformation des deutschen Energiesystems.

Insbesondere nimmt 50Hertz zu folgenden Punkten Stellung:

  • Referenzertragsmodell
  • Mindest-Anlagengröße bei Ausschreibung
  • Eigenverbrauch
  • Wahl des Ausschreibungsmodells für Offshore-Windenergie

Stellungnahme zu den Eckpunkten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu Ausschreibungen für EEG-Anlagen vom Juli 2015

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50Hertz spricht sich für die Beibehaltung der Entschädigung von EE-Anlagen bei Einspeisemanagement aus

18.09.2015

50Hertz spricht sich auf Basis seiner operativen Erfahrungen mit Einspeisemanagement von erneuerbaren Energien für eine Beibehaltung der Entschädigungsregelungen aus. In Ergänzung der Stellungnahmen der deutschen Übertragungsnetzbetreiber zum Grünbuch sowie zum Weißbuch Strommarkt werden in einer kurzen Stellungnahme die Hintergründe erläutert: Die Härtefallregelung ist erforderlich, um Anlagen diskriminierungsfrei abregeln zu können und die Systemsicherheit zu gewährleisten.

Ergänzende Erläuterungen zur Notwendigkeit der Entschädigungsregelung bei Einsenkung von EE-Anlagen

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Gemeinsames Positionspapier von Amprion, TenneT und 50Hertz zu intelligenten Messsystemen

05.04.2015

Amprion, TenneT und 50Hertz haben im Zuge der Ausgestaltung des Verordnungspaketes zur Installation intelligenter Stromzähler Stellungnahmen zu zwei Themen abgegeben:

  • In einer Stellungnahme vom 7. Januar legen sie dar, welche Daten aus Sicht der ÜNB im Fall eines großflächigen Rollouts intelligenter Messsysteme zentralen Instanzen zur Verfügung gestellt werden sollten, um die Effizienz bestehender sowie zukünftiger zentraler Prozesse zu steigern bzw. sicherzustellen
  • In einer weiteren Stellungnahme wird diskutiert, bei welchen Kunden der Einbau eines sogenannten intelligenten Messsystems verpflichtend sein soll. Die im Februar 2015 veröffentlichten Eckpunkte des BMWi sehen vor, dass alle Kunden mit Erzeugungsanlagen > 7 kW zur Installation eines intelligenten Messsystems verpflichtet werden sollen. Die ÜNB erörtern die Frage, ob bei Eigenverbrauchsmodellen diese Grenze noch weiter abgesenkt werden sollte. Des Weiteren diskutiert dieses Papier die Frage, inwieweit die intelligenten Messsysteme Vorteile bei der Bewirtschaftung der Differenzbilanzkreise durch den VNB und die EEG-Vermarktung der ÜNB generieren.

Installation intelligenter Messsysteme beiEigenerzeugungsanlagen < 7kW

Datenbedarf zentraler Instanzen bei großflächigem Rollout intelligenter Messsysteme

ANNEX 1 – Datenanforderungen ÜNB bei großflächigem Rollouintelligenter Messsysteme

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Gemeinsame Stellungnahme der Übertragungsnetzbetreiber zum Grünbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“

13.02.2015

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber begrüßen in ihrer gemeinsamen Stellungnahme den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) angestoßenen Prozess zur Weiterentwicklung des Marktdesigns und unterstützen im Grundsatz die im Grünbuch enthaltenen Feststellungen und Weiterentwicklungskonzepte. Zudem ergänzen sie die im Grünbuch dargestellten Herausforderungen und Lösungsvorschläge um einige wichtige netztechnische Aspekte aus Sicht der Übertragungsnetzbetreiber.

Dabei werden insbesondere folgende Punkte angesprochen:

  • Herausforderungen im Übertragungsnetz
  • Kapazitätsmechanismen
  • Weiterentwicklung der Spot- und Regelleistungsmärkte inkl. Stärkung der Bilanzkreisverantwortung
  • Beibehaltung der einheitlichen Preiszone
  • Sicherer Netzbetrieb
  • Netzentgelte
  • Internationale Kooperation

Gemeinsame Stellungnahme der Übertragungsnetzbetreiber zum Grünbuch "Ein Strommarkt für die Energiewende"

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Positionspapier zum Netzausbaubedarf

02.02.2015

Der Ausbaubedarf im Bereich der Übertragungsnetze ist zum ganz überwiegenden Teil notwendig, weil erneuerbare Energien transportiert werden müssen. Der deshalb notwendige Netzausbau ist effizienter und wesentlich kostengünstiger als der Ausbau von stattdessen benötigter, massiver neuer Erzeugungsstrukturen in Süddeutschland.

Wie man zu dieser Aussagen kommt? Auf Basis des Netzentwicklungsplans wird der Netzausbaubedarf jährlich ermittelt. Dazu wird in drei Szenarien eine unterschiedliche Entwicklung der Erzeugung und des Verbrauchs – der Last – prognostiziert. Stets wurde und wird dabei angenommen, dass in Süddeutschland ein erhebliches Leistungsbilanzdefizit entsteht: So stehen in Süddeutschland im Jahr 2024 laut dem NEP 2014 (zweiter Entwurf) 19,1 GW gesicherte Stromerzeugung einem maximalen Stromverbrauch in Höhe von 26,4 GW gegenüber. In der Folge fehlen in diesen Bundesländern mehr als 7 GW gesicherte Erzeugungsleistung, wenn die Last hoch ist.

Aufbauend auf den sogenannten Erzeugungsszenarien wird im Rahmen der Netzentwicklungspläne zunächst das Marktverhalten simuliert (also die Frage gestellt: Welche Erzeuger speisen wie ein?) und dann der Netzausbaubedarf ermittelt. Die Identifizierung des Netzausbaubedarfs erfolgt dabei nach dem NOVA-Prinzip (Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau). In den Netzentwicklungsplänen wurde ein Ansatz entwickelt, mit dem ein Ausbau im Bereich der 380-kV-Wechselstromleitungen (AC) mit neuen, leistungsstarken und bei der Übertragung über weite Strecken verlustärmeren Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Leitungen (HGÜ-Leitungen) kombiniert wird.

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Kommunale Spitzenverbände und Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen gemeinsames Positionspapier

14.01.2015

Ein gemeinsames Positionspapier zum Bürgerdialog beim Netzausbau haben die Kommunalen Spitzenverbände am 14. Januar 2015 mit den Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW veröffentlicht. Gemeinsames Ziel: Leitungsbauvorhaben im Einvernehmen und unter Berücksichtigung der regionalen Bedürfnisse realisieren. Der Netzausbau sei notwendig für das Gelingen der Energiewende und werde nur im Zusammenwirken aller Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft gelingen, bekräftigen beide Seiten. Verbände und Netzbetreiber sind sich einig, dass dazu ein aktiver Dialog mit Politik, Verbänden und Menschen vor Ort geführt werden muss.

Die Übertragungsnetzbetreiber sichern zu, Kommunen und Bürger frühzeitig einzubinden. Die Kommunalen Spitzenverbände Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Landkreistag wollen diese Bemühungen in ihren Kräften unterstützen. Das Positionspapier schafft dafür einen Rahmen und bildet den Auftakt für regelmäßige Konsultationen. Für die Art und Weise wie dies geschehen kann, nennt das Positionspapier eine Reihe von Instrumenten, die für den Dialog vor Ort eingesetzt werden können.

Positionspapier „Information und Dialog beim Netzausbau“
Pressemitteilung als PDF-Datei

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„Neue Entwicklungen beim NEP 2014 und beim Korridor D“, Präsentation zum Parlamentarischen Frühstück von Amprion und 50Hertz

06.11.2014

Anlässlich der Übergabe des zweiten Entwurfs des Netzentwicklungsplans 2014 haben Amprion und 50Hertz am 6. Dezember ein Parlamentarisches Frühstück mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages veranstaltet und dabei die wesentlichen Änderungen erläutert.

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Infopapier zu Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

23.10.2014

Im Zusammenhang mit der Energiewende muss das bestehende Höchstspannungsnetz an neu entstehende Bedarfe, etwa den Transport von Windenergie aus dem Nordosten in die Verbrauchszentren im Süden des Landes, angepasst werden. Dabei legt 50Hertz großen Wert auf eine naturverträgliche Planung des notwendigen Um- und Ausbaus der Netze. Dennoch geht speziell der Ausbau immer auch mit einem Eingriff in die Natur und Landschaft einher. Aus diesem Grund führen wir in den vom Netzausbau betroffenen Regionen sogenannte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gemäß Bundesnaturschutzgesetz durch. Zurzeit erstrecken sich unsere Aktivitäten auf die Einrichtung und Unterhaltung von etwa 450 solcher Maßnahmen.

Diese Maßnahmen sind für uns jedoch nicht nur gesetzgeberischer Auftrag, sondern wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen Engagements. In enger Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort suchen wir nach Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die den Eingriff kompensieren und der Region somit zugutekommen. Wir entwickeln diese im engen Dialog. Dadurch wird gewährleistet, dass die von uns durchgeführten Maßnahmen einen echten Mehrwert für Mensch, Umwelt und Natur in den Netzausbauregionen bieten. Sinnvolle Kompensationsmaßnahmen sorgen für mehr Akzeptanz und Verständnis für den notwendigen Netzausbau vor Ort.

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10-Punkte-Programm der 110-kV-Verteilnetzbetreiber und des Übertragungsnetzbetreibers der Regelzone 50Hertz zur Weiterentwicklung der Systemdienstleistungen

26.09.2014

Die direkt am Höchstspannungsnetz von 50Hertz angeschlossenen Verteilnetzbetreiber und der für den Norden und Osten Deutschlands zuständige Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz haben sich auf ein 10-Punkte-Programm für ein zukünftig noch engeres gemeinsames Vorgehen im Sinne der Stabilität der Versorgung verständigt. Die Unternehmen wollen in einer vertieften Kooperation gemeinsam Lösungen für die sich verändernden Anforderungen an die Netze entwickeln. Der Schwerpunkt dieser bundesweit beispielhaften Zusammenarbeit liegt auf den Systemdienstleistungen (SDL), mit denen die Sicherheit der Systemstabilität der Stromversorgung durch die Netzbetreiber gewährleistet wird.

Hintergrund der Initiative der Netzbetreiber ist die Energiewende, die einen fundamentalen Wandel des Energieversorgungssystems mit sich bringt. In der Vergangenheit waren wenige große Kraftwerke im Übertragungsnetz für die zentrale Bereitstellung von Energie verantwortlich. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien, nimmt die Zahl der dezentralen Energieanlagen stark zu. Diese Einspeiser, Verbraucher oder Speicher sind zu 97 Prozent in den Verteilnetzen angeschlossen. Diese dezentralen Anlagen müssen in den Netz- und Systembetrieb integriert werden und sollen teilweise die Aufgaben der zentralen Großkraftwerke übernehmen. Dazu gehören vor allem auch Beiträge zu den vier SDL „Frequenzhaltung“, „Spannungshaltung“, „Betriebsführung“ und „Versorgungswiederaufbau“.

Aufgrund der großen Zahl von Erneuerbare-Energie-Anlagen mit zumeist wetterabhängiger Erzeugung sind dabei vielfältige Herausforderungen zu lösen. Bestehende Prozesse müssen verändert und neue technische Lösungen geschaffen werden. Beispielsweise sollten die Verteilnetzbetreiber in das Prüfverfahren von Anlagen für die Regelleistungserbringung stärker einbezogen werden als bisher. Sie müssen einschätzen, ob die Anlagen diese Leistung tatsächlich erbringen können, ohne dass dadurch Risiken für die Sicherheit des Verteilnetzes entstehen. Insgesamt kommt damit den Verteilnetzbetreibern eine wichtige Rolle für die Sicherheit der Stromversorgung zu. Gleichzeitig gewinnt auch eine intensive Abstimmung zwischen Verteil- und Übertragungsnetzbetreiber an Bedeutung.

Die sich verändernden Anforderungen an die Netzbetreiber sind im Norden und Osten Deutschlands besonders deutlich zu spüren. In der Regelzone von 50Hertz deckten die erneuerbaren Energien im Jahr 2013 bereits mehr als 37 Prozent des Stromverbrauchs – bundesweit lag der Anteil bei rund 25 Prozent. In einigen ländlichen Gebieten wird bereits sehr viel mehr Strom aus Erneuerbare-Energie-Anlagen erzeugt, als verbraucht werden kann. Damit hat die Region einen der weltweit höchsten Anteile an fluktuierender Erzeugung und kann als das „Labor“ der Energiewende bezeichnet werden. Die Verteilnetzbetreiber Avacon AG, E.DIS AG, ENSO NETZ GmbH, HSN Magdeburg GmbH, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom GmbH, Stromnetz Berlin GmbH, Stromnetz Hamburg GmbH, Städtische Werke Magdeburg GmbH, TEN Thüringer Energienetze GmbH und WEMAG Netz GmbH sowie der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz sehen dies als Chance und wollen mit ihrer Kooperation die Herausforderungen gemeinsam angehen.

Inhalt des 10-Punkte-Programms ist unter anderem eine netzübergreifende Ermittlung des Bedarfs an Systemdienstleistungen. Mit der Durchführung von Pilotprojekten sollen konkrete Lösungen für die heutigen und zukünftigen Herausforderungen entwickelt werden. Auch die Weiterentwicklung des gegenseitigen Informations- und Datenaustausches ist geplant. Insgesamt wird eine stärkere Zusammenarbeit der Netzbetreiber untereinander sowie mit den Netznutzern angestrebt. Zudem sind auch gemeinsame Trainings der beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geplant.

Das 10-Punkte-Programm in der Übersicht

Das 10-Punkte-Programm im Detail

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Stellungnahme zur Anhörung des Wirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestages zum Entwurf eines Gesetzes zur grundlegenden Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)

25.05.2014

Zur Anhörung des Bundestagswirtschaftsausschusses am 2. Juni 2014 in Berlin war auch der Vorsitzende der Geschäftsführung von 50Hertz, Boris Schucht, als Sachverständiger geladen. Dort vertrat er die Positionen des Unternehmens zur EEG-Novelle, die hier noch einmal nachzulesen sind:

Beim Ausbau der erneuerbaren Energien sind in den letzten Jahren große Erfolge erzielt worden. In der 50Hertz-Regelzone wurden 2013 bereits mehr als 37 Prozent des Stromverbrauchs aus regenerativen Energieerzeugungsanlagen gewonnen. Im Netzgebiet waren Ende 2013 über 40 Prozent der deutschen Windenergieleistung – rund 13,5 Gigawatt (GW) – installiert.

Der schnelle Ausbau der erneuerbaren Energien stellt das Energiesystem auch vor große Herausforderungen. Darum ist eine Reform des EEG sinnvoll, mit der eine bessere Steuerbarkeit der Entwicklung mit Maßnahmen insbesondere zur Steigerung der Kosteneffizienz sowie der Versorgungssicherheit implementiert werden. Vor diesem Hintergrund begrüßt 50Hertz den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur grundlegenden Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und zur Änderung weiterer Bestimmungen des Energiewirtschaftsrechts (im Folgenden: EEG-Novelle) ausdrücklich. Im Einzelnen möchte 50Hertz folgende Anmerkungen einbringen:

  • Die verbindlichen Korridore für die Entwicklung der erneuerbaren Energien sind zu begrüßen. Netzausbau und Erneuerbaren-Ausbau können auf diesem Weg besser synchronisiert werden. Hierdurch werden erhebliche Kosten wie Redispatch-Zahlungen sowie Entschädigungszahlungen bei Einsenkung von EEG-Anlagen stark reduziert. Außerdem werden für alle Marktteilnehmer verlässliche und planbare Rahmenbedingungen geschaffen.
  • Der für die Netzintegration der Erneuerbaren essentielle Netzausbau ist weiterhin notwendig. Die Übertragungsnetzbetreiber haben die im Bundesbedarfsplangesetz festgeschriebenen Maßnahmen überprüft: Alle bleiben auch nach der EEG-Reform notwendig. Die neuen Ausbauziele haben keine wesentlichen Veränderungen beim weiträumigen Netzausbaubedarf zur Folge, bestenfalls gibt es lokale Verschiebungen.
  • Um die Akzeptanz von Leitungsprojekten zu fördern, spielt die in der EEG-Novelle vorgesehene Möglichkeit der Teilerdverkabelung bei Pilotprojekten eine überaus wichtige Rolle. Hier sollte größere Flexibilität zugelassen werden.
  • Nach der EEG-Reform müssen auch Maßnahmen zur System- und Netzintegration der Erneuerbaren implementiert werden. Die im Gesetzentwurf enthaltene verpflichtende Direktvermarktung, die verpflichtende Fernsteuerbarkeit sowie die Einrichtung eines Anlagenregisters sind sinnvoll und richtig, sollten jedoch in einem nächsten Schritt um weitere Maßnahmen ergänzt werden, um das hohe Niveau an Systemsicherheit auch langfristig gewährleisten zu können.
  • Zudem werden perspektivisch Maßnahmen für die Versorgungssicherheit erforderlich, damit ausreichend gesicherte Erzeugungsleistung gewährleistet werden kann.
  • Schließlich sollte die Reform der Netzentgeltsystematik angegangen und Fehlanreizsysteme beseitigt werden. Neben regionalen Ungleichheiten sollte einer weiteren Entsolidarisierung beim Eigenverbrauch entgegengewirkt werden.

Vollständiges Positionspapier zur Anhörung lesen

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Positionspapier zur Rolle von Speichern im Kontext der Energiewende

26.06.2013

50Hertz-Empfehlungen für eine zukünftige effiziente Nutzung von Speichern:

  1. Power-to-Heat zur Netzstabilisierung ermöglichen
    50Hertz möchte anregen, den Einsatz von Power-to-Heat kurzfristig im Rahmen des Engpassmanagements zu ermöglichen. Der Einsatz ist jedoch derzeit noch nicht wirtschaftlich, da durch den Letztverbraucherstatus der Anlagen diese voll abgabepflichtig sind (Netzentgelte, EEG-Umlage, Stromsteuer etc.), auch wenn sie einem systemstabilisierenden Einsatzzweck dienen, wie Redispatch oder negativer Regelleistung. Daher könnte über eine Ausnahmeregelung bei solchen Einsätzen nachgedacht werden. Auch eine Anpassung des Primärenergiefaktors der erzeugten Wärme bei Nutzung von „überschüssigem“ Strom kann diskutiert werden. Denn es erscheint fragwürdig, dass Stromüberschuss vernichtet oder durch Abregelung der Erneuerbaren-Anlagen vermieden werden muss, wenn er für andere Zwecke genutzt werden könnte.
  2. Bestandsspeicher am Markt erhalten
    Wie beschrieben droht bei den bestehenden Pumpspeicherkraftwerken (PSW) in Deutschland durch den fehlenden Deckungsbeitrag der Verkauf oder möglicherweise auch die Stilllegung. Dabei können diese Speicher systemstabilisierend eingesetzt werden. U.a. ist die Einbindung in Redispatchmaßnahmen beim Engpassmanagement auch noch ausbaufähig. Darum sollten die bestehenden PSW in Deutschland unbedingt im System gehalten werden.
  3. Nutzung der Speicherkapazitäten und Skandinavien / Alpen durch Interkonnektoren
    Zudem sollten der Ausbau der Interkonnektoren nach Skandinavien und in die Alpen forciert werden. Langfristig ist für einen saisonalen Fluktuationsausgleich die Nutzung von Speichern in diesen Ländern die einzige Alternative zu einem umfassenden Ausbau von Power-to-Gas-Kapazitäten in Deutschland. Der Bau von Interkonnektoren ist aber deutlich kostengünstiger und kann zeitnäher erfolgen.
  4. Anreize für einzelne Speicher kritisch überprüfen
    Die technologische Entwicklung wird in den kommenden Jahren weitere Effizienzschritte bringen, die heute noch nicht absehbar sind. Darum sollte insbesondere die Erforschung und Erprobung der Technologien gefördert werden. Zudem sollten gleiche, faire Bedingungen für alle Technologien geschaffen werden. Dazu gehört unter anderem, dass die aktuelle Bevorzugung einzelner Speicher, vor allem der dezentralen Speicher, überprüft werden sollten. So wäre es eher sinnvoll, alle Technologien gleichermaßen von den Abgaben zu befreien oder aber Ausnahmen für einzelne aufzuheben. Zudem müssen Maßnahmen getroffen werden, um die Sichtbarkeit der dezentralen Anlagen und ihrer Fahrweise für die Netzbetreiber sichtbar zu machen.

Vollständiges Positionspapier zum Thema Speicher lesen

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Stellungnahme zur Verordnung zur Änderung der Vorschriften über elektromagnetische Felder

12.04.2013

50Hertz begrüßt die Verordnung zur Änderung der Vorschriften über elektromagnetische Felder (Bundestags-Drucksache 17/12372 vom 19.2.2013). Insbesondere die Aufnahme von Regelungen für Leitungen mit Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) schafft wichtige Voraussetzungen für den im Rahmen der Energiewende geplanten Netzausbau. Zudem begrüßen wir, dass von einer Verschärfung der Anforderungen (Grenzwerte, Abstandsregelungen etc.) abgesehen wurde. Dies hätte andernfalls den dringend notwendigen Netzausbau weiter verzögert und umwelt- und landschaftsschonende Optimierungsmaßnahmen im Netz teilweise verhindert.

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Stellungnahme zur Anhörung des Wirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestages zum Bundesbedarfsplangesetz

11.04.2013

50Hertz begrüßt die Verordnung zur Änderung der Vorschriften über elektromagnetische Felder (Bundestags-Drucksache 17/12372 vom 19.2.2013). Insbesondere die Aufnahme von Regelungen für Leitungen mit Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) schafft wichtige Voraussetzungen für den im Rahmen der Energiewende geplanten Netzausbau. Zudem begrüßen wir, d50Hertz begrüßt den Entwurf des Bundesbedarfsplangesetzes als einen zentralen Baustein für die Beschleunigung von Leitungsprojekten mit besonderer Bedeutung für den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien.

Schon jetzt ist eine positive Dynamik beim Netzausbau zu beobachten. Aufgrund des gestiegenen politischen Rückhalts wurden bei einer Vielzahl von Genehmigungsverfahren und Bautätigkeiten viele wichtige Fortschritte erzielt. Das Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) hat dabei die richtige Basis geschaffen: Die Verkürzung auf eine Klageinstanz hat sich bei den EnLAG-Projekten bewährt. Bei diesen ist deshalb eine erhebliche Beschleunigung der Verfahren zu verzeichnen, ohne dass die Rechte der betroffenen Bürger eingeschränkt werden. Eine Beschleunigung ist auch durch die Kompetenzübertragung bei länder- und grenzüberschreitenden Projekten an die Bundesnetzagentur zu erwarten.

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Ansprechpartner Politische Positionen

Wilhelm Appler

Fachgebietsleiter Energiepolitik

Wilhelm Appler
Tel: +49 30 5150-2193
Fax: +49 30 5150-2199
E-Mail: wilhelm.appler@50hertz.com
Kerstin Maria Rippel

Leiterin Kommunikation und Public Affairs

Kerstin Maria Rippel
Tel: +49 30 5150-3418
Fax: +49 30 5150-2199
E-Mail: kerstin.rippel@50hertz.com