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Status 380-kV-Freileitung Güstrow – Parchim Süd – Perleberg

Bedarf und gesetzlicher Hintergrund

Mit dem Vorhaben 380-kV-Freileitung Güstrow – Parchim Süd – Perleberg soll das Netz von 220 Kilovolt (kV) auf eine Leistung von 380 kV verstärkt werden. Das Vorhaben ist Teil eines Gesamtprojekts zwischen Güstrow und Wolmirstedt, bei dem die Übertragungskapazität von Mecklenburg-Vorpommern nach Sachsen-Anhalt auf einer Länge von rund 192 Kilometern erhöht werden soll. Der vordringliche Bedarf hierfür wurde sowohl im von der Bundesnetzagentur bestätigten Netzentwicklungsplan (NEP) 2014 als auch im NEP 2015 ermittelt. Das im NEP unter der Nummer P34 geführte Vorhaben befand sich schließlich unter den von der Bundesnetzagentur bestätigten Netzausbaumaßnahmen.

Weitere Informationen zum Anschlussprojekt 380-kV-Freileitung Perleberg-Wolmirstedt

Die Erneuerbaren-Energie-(EEG)-Anlagen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg produzieren jährlich immer mehr Strom. Vorrangig handelt es sich dabei um Windstrom. Entsprechend wächst der Transportbedarf zu den Verbrauchszentren im Süden Deutschlands. Die rund 90 Kilometer langen Leitungsabschnitte zwischen Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern und Perleberg in Brandenburg befinden sich seit etwa 60 Jahren in Betrieb. Die Übertragungskapazität dieser 220-kV-Leitung reicht für den Transport wachsender Strommengen nicht mehr aus. 50Hertz plant aus diesem Grund die Übertragungskapazität der bestehenden Leitung von 220 kV auf 380 kV zu erhöhen. Dabei prüfte 50Hertz zunächst die Möglichkeit die bestehende Leitung zu optimieren oder zu verstärken. Bei der bestehenden Leitung zwischen Güstrow und Perleberg ergibt sich solch eine Möglichkeit nicht. Aus diesem Grund ist ein vollständiger Neubau notwendig. 50Hertz strebt dennoch an, den schon vorhandenen Trassenraum der alten Bestandsleitung zu nutzen. Das bedeutet, dass die leistungsfähigere Leitung mit kleinen Abweichungen im selben Korridor verlaufen könnte, wie die bestehende. Im Zuge der Baumaßnahmen wird zunächst die 220-kV-Leitung zurückgebaut und anschließend eine neue 380-kV-Leitung errichtet, so dass weiterhin nur eine Leitung in der Trasse verläuft. Im Hinblick auf die empfindlichen Naturräume, Schutzgebiete und Siedlungen prüft 50Hertz im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, ob der jetzige Trassenverlauf kleinräumig optimiert werden kann.

Die gesetzliche Grundlage für die Netzverstärkung bildet §43 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Die geplante Leitung verbindet die Umspannwerke in Güstrow und Parchim Süd in Mecklenburg-Vorpommern und Perleberg in Brandenburg.
Darum wird 50Hertz jeweils eine Planfeststellung für drei Abschnitte beantragen: 

Abschnitt 1: Güstrow – Parchim Süd (ca. 50 km)
Mehr zum Trassenverlauf und Genehmigungsverfahren des Teilabschnitts

Abschnitt 2: Parchim Süd – Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg (ca. 22 km)
Mehr zum Trassenverlauf und Genehmigungsverfahren des Teilabschnitts

Abschnitt 3: Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg - Perleberg (ca. 18 km)
Mehr zum Trassenverlauf und Genehmigungsverfahren des Teilabschnitts

Ansprechpartner 380-kV-Freileitung Güstrow – Parchim Süd – Perleberg

Sie haben Fragen zum Projekt?

Schreiben Sie direkt an:

Christoph Arnold

Öffentlichkeitsbeteiligung

Christoph Arnold
Tel: +49 305150 3553
E-Mail: Christoph.Arnold@50hertz.com