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Status des SuedOstLink

Technischer Ansatz

Mit der neuen Gleichstromverbindung sollen große Mengen Stroms rund 540 Kilometer von Norden in den Süden Deutschlands transportiert werden.

Der SuedOstLink soll das grüne Windstrom-Becken Sachsen-Anhalts mit dem Süden Deutschlands verbinden. So leistet die neue Leitung einen wichtigen Beitrag, den Strombedarf in Süddeutschland zu decken, wenn dort die letzten Kernkraftwerke vom Netz gehen.

Die neue Leitung wird als Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) geplant. Diese Technik ist besser geeignet, große Strommengen verlustarm, optimal regelbar und zielgerichtet über große Entfernungen zu übertragen, als das im konventionellen, vermaschten Drehstromnetz möglich ist. Um den Drehstrom zum Transport in Gleichstrom umzuwandeln, sind an den Netzverknüpfungspunkten sogenannte Konverterstationen erforderlich.

Blick auf Betriebsmittel in einem Umspannwerk. Blick auf Betriebsmittel in einem Umspannwerk.

Stand der Netzplanung

Bundestag und Bundesrat haben mit dem Gesetz zur Änderung von Bestimmungen des Rechts des Energieleitungsbaus zum 31. Dezember 2015 unter anderem Neuerungen für das Bundesbedarfsplangesetz beschlossen. Zuvor hatte die Bundesnetzagentur im September 2015 nach eingehender Prüfung die Notwendigkeit der östlichen Gleichstromverbindung im Netzentwicklungsplan Strom 2024 dargelegt.

Mit dem zum Jahresende 2015 verabschiedeten Gesetz hat der Gesetzgeber das Projekt in seiner Notwendigkeit bestätigt, zugleich aber die Netzverknüpfungspunkte verändert. Die Verbindung führt nun von Wolmirstedt nahe Magdeburg in Sachsen-Anhalt nach Isar bei Landshut in Bayern. Zuvor waren es Lauchstädt in Sachsen-Anhalt und Meitingen in Bayern.

Auslöser zur Änderung der Anfangs- und Endpunkte war die Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahre 2014. Durch die neuen Förderbedingungen wird unter anderem ein regional veränderter Zubau an Windkraftkapazität erwartet.

Stand der Korridor- und Trassenfindung

Die Anfangs- und Endpunkte, Wolmirstedt und Isar bei Landshut, definieren einen neuen Untersuchungsraum. In diesem Untersuchungsraum hat 50Hertz, gemeinsam mit seinem Projektpartner, dem Übertragungsnetzbetreiber TenneT, geeignete Trassenkorridorvarianten für den SuedOstLink ermittelt. Diese Korridore sind jeweils 500 bis 1.000 Meter breit und verbinden in verschiedenen Kombinationen Start- und Endpunkt des Leitungsbauvorhabens.

Im ersten Halbjahr 2017 haben die Vorhabenträger, aufgeteilt in die vier Abschnitte A bis D, für das Vorhaben Unterlagen zur Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Diese Unterlagen enthalten einen sogenannten Vorschlagskorridor als aus Sicht der Vorhabenträger günstigste Verbindung zwischen Wolmirstedt und Isar. Zudem sind im Antrag verschiedene ernsthaft in Betracht kommende Alternativen enthalten. Um diese Verläufe zu ermitteln, haben die Vorhabenträger mehr als 60 Faktoren berücksichtigt, darunter Siedlungsbereiche, Naturschutzgebiete und mögliche Bündelungsoptionen. Die endgültige Entscheidung über den Korridor trifft die Bundesnetzagentur mit ihrem Bescheid zur Bundesfachplanung.

In einem zweiten Schritt, dem sogenannten Planfeststellungsverfahren, werden die konkreten Details zur Ausgestaltung der eigentlichen Trassenführung ermittelt. Dazu gehören der genaue Verlauf der Erdkabel, die Lage der Kabelverbindungen oder im Falle von Freileitungsabschnitten konkrete Maststandorte. Zudem wird in diesem Schritt auch über geeignete Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen entschieden. Auch hier führt die Bundesnetzagentur das Verfahren.

Stand des Genehmigungsverfahrens

 

Der Ablauf des Genehmigungsverfahrens ist im Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) geregelt. Die Verfahren führende Behörde ist die Bundesnetzagentur mit Sitz in Bonn. Der SuedOstLink ist eine Projektpartnerschaft der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und TenneT. Hierbei ist 50Hertz verantwortlich für den nördlichen Teil von Wolmirstedt bis zur thüringisch-bayerischen Landesgrenze mit den Planungsabschnitten A und B. Vorhabenträger TenneT ist zuständig für den bayerischen Teil mit den Abschnitten C und D.

50Hertz hat im Frühjahr 2017 für die Abschnitte A und B die Antragsunterlagen zur Bundesfachplanung (nach Paragraf 6 NABEG) bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Dabei umfasst Abschnitt A die Verläufe von Wolmirstedt bis zum Raum Naumburg/Eisenberg und Abschnitt B die Verläufe von Raum Naumburg/Eisenberg bis Raum Hof..

Die Bundesnetzagentur hat die Vollständigkeit der Unterlagen bestätigt und zu allen vier Abschnitten Hinweise von Trägern öffentlicher Belange sowie Bürgerinnen und Bürgern eingeholt. Hierfür hat sie im Sommer 2017 sogenannte Antragskonferenzen veranstaltet. Auf Basis dieser Erkenntnisse erarbeitet die Behörde nun für jeden Abschnitt einen Untersuchungsrahmen. Dieser definiert, um welche Untersuchungen die Vorhabenträger ihre Planungen ergänzen müssen.

Die ergänzten Antragsunterlagen (nach Paragraf 8 NABEG) werden die Vorhabenträger voraussichtlich 2018 bei der Bundesnetzagentur einreichen. Auf Basis dieser Unterlagen organisiert die Bundesnetzagentur in der Folge eine formelle Öffentlichkeitsbeteiligung. Hierfür werden die Unterlagen öffentlich ausgelegt, und in einem Erörterungstermin werden Stellungnahmen und Einwendungen nochmals diskutiert.

Ansprechpartner

Haben Sie Fragen zum Projekt SuedOstLink? Melden Sie sich bei:

Axel Happe

Öffentlichkeitsbeteiligung

Axel Happe
Tel: +49 30 5150-3414
Fax: +49 30 5150-3112
E-Mail: axel.happe@50hertz.com