Veranstaltungsdokumentation

Letzter Infomarkt vor dem Planfeststellungsverfahren: Panketaler informierten sich über 380-kV-Nordring Berlin

Auch der letzte von drei 50Hertz-Info-Märkten über den östlichen Teil des 380-kV-Nordring Berlin im Gemeindesaal Panketal war gut besucht. Zahlreiche Anwohner nutzten die Gelegenheit, sich am 12. Juni 2014 zwischen 17 und 21 Uhr über die neue Höchstspannungsleitung zu informieren. Fragen nach Ausgleichszahlungen, Kompensationen für Natur und Umwelt sowie nach dem genauen Verlauf der Freileitungen standen dabei im Mittelpunkt.
Projektleiter Sven Riedel zog eine positive Bilanz der drei Veranstaltungen in Birkenwerder, Neuenhagen und Panketal: „Wir konnten in vielen Gesprächen noch einmal auf die persönlichen Anliegen der Besucher eingehen. Es war auch eine gute Gelegenheit, schon bestehende Kontakte noch einmal zu vertiefen und zu verstetigen.“

Sobald das Planfeststellungsverfahren eröffnet ist, können sich Interessierte die detaillierten Planungsunterlagen ansehen und schriftlich ihre Stellungnahmen mit Bedenken, Anregungen und Hinweisen einreichen. Die auslegenden Städte und Gemeinden informieren selber über den Zeitraum der Auslegung und werden hier rechtzeitig bekannt gegeben.

In der Diskussion: Autobahnraststätte, Trassenverlauf, Ausgleichszahlungen 

Der zukünftige Standort einer Autobahnraststätte sorgte auch beim Infomarkt in Panketal für Diskussionen. Bürgermeister Rainer Fornell erläuterte hier die Überlegungen der Gemeinde. Er verwies darauf, dass entlang der Autobahn eine sechs Meter hohe Lärm- und Lichtschutzmauer gebaut werde.
Ein junges Paar, das im Speckgürtel von Berlin den Traum vom Eigenheim verwirklichen möchte, erkundigte sich ebenfalls nach dem Trassenverlauf. Sie konnten feststellen, dass die 380-kV-Freileitung erst in einigen hundert Metern Entfernung an ihrem, noch brach liegenden, Baugrundstück vorbeiführen soll.

Mit sehr konkreten Fragen traten einige Anwohnerinnen und Anwohner an das 50Hertz- Team heran. Dabei ging es unter anderem um die Vorgehensweise bei Ausgleichszahlungen. „Wir machen jeden Eigentümer ausfindig, dessen Grundstück von der Freileitung überspannt wird und kontaktieren ihn persönlich“, sagte Katharina Scheibner, bei 50Hertz zuständig für das Genehmigungsverfahren. Damit sei es ausgeschlossen, dass nur diejenigen Anlieger in den Genuss von Entschädigungen kommen, die sich aktiv über das Bauvorhaben informiert haben.

Kompensation für Eingriffe in Natur und Landschaft

Vor allem an Kompensationsmaßnahmen für die Natur war der Ortsvorsteher von Schönerlinde in der Gemeinde Wandlitz, Frank Liste, interessiert. Er erfuhr, dass für den 380-kV-Nordring Berlin sowohl projektfern Ersatzmaßnahmen als auch in unmittelbarer Nähe der Trasse Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden. Dabei können die Ersatzmaßnahmen auch in anderen, benachbarten Gemeinden vorgenommen werden, wenn in der betroffenen Gemeinde keine geeigneten Flächen zur Verfügung stehen. Sämtliche Kompensationen werden im Einvernehmen mit den Naturschutzbehörden festgelegt.