Status Netzverstärkung 380-kV-Höchstspannungsleitung Röhrsdorf – Weida – Remptendorf

Bedarf und gesetzlicher Hintergrund

Das Projekt Netzverstärkung 380-kV-Höchstspannungsleitung Röhrsdorf-Weida-Remptendorf wird im Bundesbedarfsplangesetz als Vorhaben Nr. 14 geführt. Als länderübergreifendes Vorhaben liegt die Zuständigkeit für das Genehmigungsverfahren bei der Bundesnetzagentur in Bonn.
Das Vorhaben wurde im Netzentwicklungsplan Strom (NEP) als Projekt P39 von der Bundesnetzagentur erstmals 2012 als notwendige Maßnahme bestätigt. Auf dem NEP für das Zieljahr 2022 basiert das im Juli 2013 verabschiedete und im Dezember 2015 aktualisierte Bundesbedarfsplangesetz.

Somit sind die energiewirtschaftliche Notwendigkeit des Vorhabens und der vordringliche Bedarf zur Gewährleistung eines sicheren und zuverlässigen Netzbetriebs gesetzlich festgestellt.

 

Die 380-kV-Höchstspannungsleitung zwischen Röhrsdorf und Remptendorf Die 380-kV-Höchstspannungsleitung zwischen Röhrsdorf und Remptendorf

Trassenverlauf

Die bestehende, rund 100 km lange 380-kV-Freileitung verläuft vom Umspannwerk (UW) Röhrsdorf (Stadt Chemnitz) über das UW Weida (Landkreis Greiz) zum UW Remptendorf (Saale-Orla-Kreis). Ebenfalls werden durch die Bestandsleitung die Landkreise Zwickau, Altenburger Land und die Stadt Gera berührt. Der heutige Verlauf ist relativ geradlinig von Osten nach Südwesten.

Im Nahbereich der Freileitung befinden sich partiell bebaute Gebiete. Vereinzelt werden derzeit sowohl Wohn- als auch Gewerbebebauungen sowie Kleingärten überspannt. Letzteres betrifft vor allem den Abschnitt zwischen Röhrsdorf und Weida. Ansonsten ist das Umfeld der Freileitung überwiegend landwirtschaftlich und durch eingestreute kleinere Waldflächen geprägt. Auf längeren Abschnitten verlaufen mehrere 110-kV-Freileitungen verschiedener Regionalnetzbetreiber sowie der DB Energie GmbH parallel oder in unmittelbarer Nähe der Freileitung.

Planungsziel des Vorhabens ist es, den Erweiterungsneubau weitestgehend der bestehenden Leitungsführung folgen zu lassen, soweit dies rechtlich, technisch und umweltplanerisch möglich ist. Abweichungen von der aktuellen Trasse können auftreten, um beispielsweise Abstände zu Siedlungen zu erhöhen oder bestehende Belastungen für den Naturraum zu verringern.

Genehmigungsverfahren

Das Vorhaben wurde in zwei Genehmigungsabschnitte unterteilt:

Östlicher Abschnitt:
UW Röhrsdorf – UW Weida
Westlicher Abschnitt:
UW Weida – UW Remptendorf

Genehmigungsbehörde ist die Bundesnetzagentur. 

Bundesfachplanung

Nach dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) stellt 50Hertz zunächst einen Antrag auf Bundesfachplanung. Dazu wird ein Antrag nach §6 NABEG erarbeitet, in dem bereits zahlreiche umweltfachliche und technischen Untersuchungen durchgeführt werden. Ziel der Bundesfachplanung ist es, einen geeigneten Trassenkorridor zwischen Anfangs- und Endpunkt mit einer Breite von 500 m bis 1.000 m für das nachfolgende Planfeststellungsverfahren festzulegen.

Für den westlichen Genehmigungsabschnitt zwischen den Umspannwerken Weida und Remptendorf stellte 50Hertz am 26. September 2016 den Antrag auf Bundesfachplanung. Am 22. November 2016 führte die Bundesnetzagentur eine öffentliche Antragskonferenz zur Bestimmung des Untersuchungsrahmens durch. Noch liegt der Untersuchungsrahmen nicht vor.

Für den östlichen Abschnitt Röhrsdorf – Weida wird der Antrag voraussichtlich bis Ende 2016 ebenfalls fertiggestellt und eingereicht.

Vor Antragstellung hat
50Hertz im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung Hinweise der lokalen Verwaltungen und Fachbehörden sowie der Anlieger gesammelt. Sie wurden bereits bei der Erstellung der Antragsunterlagen berücksichtigt.

 Mehr Informationen zum Verfahren finden Sie hier

Ansprechpartner

Sie haben Fragen zum Projekt? Schreiben Sie direkt an:
Dr. Dirk Manthey

Öffentlichkeitsbeteiligung

Dr. Dirk Manthey
Tel: +49 30 5150-3419
Fax: +49 30 5150-3112
E-Mail: dirk.manthey@50hertz.com

Antragsunterlagen

Antragsunterlagen einsehen

Im digitalen Planungsordner stellt 50Hertz ab 7. Oktober alle Unterlagen zum Antrag auf Bundesfachplanung für den Abschnitt Weida – Remptendorf zusammen. Mit Klick auf die Titelgrafik gelangen Sie zum Projektserver. 

Karten und Verfahrensstand

380-kV-Höchstspannungsleitung Röhrsdorf-Weida-Remptendorf mit Untersuchungsraum

380-kV-Höchstspannungsleitung Röhrsdorf-Weida-Remptendorf mit Untersuchungsraum Vergrößern

Grobkorridor und Trassenkorridor-Alternativen

(Stand: September 2016)

Grobkorridor und Trassenkorridor-Alternativen Vergrößern

Verfahrensstand

Verfahrensstand Vergrößern
Download

Computersimulation zum Korridorverlauf

Die ersten beiden Filme zeigen den Verlauf der Bestandstrasse (gelb) in den beiden Genehmigungsabschnitten zwischen Röhrsdorf und Weida bzw. Weida und Remptendorf. Davon zu unterscheiden ist der in der Bundesfachplanung zu ermittelnde Planungskorridor (grün) mit 1000 Meter Breite. Der genaue Trassenverlauf wird im anschließenden Planfeststellungsverfahren ermittelt. Die zwei folgenden Filme verdeutlichen die Annäherung der Visualisierung an die derzeitig bestehende Trasse. Die letzte Sequenz visualisiert den Verlauf der ermittelten möglichen Korridoralternativen zusätzlich zum Korridor um die Bestandstrasse. 

Videos

Verlauf von Bestandstrasse und -korridor im Genehmigungsabschnitt Weida – Remptendorf

Start in Remptendorf

Verlauf von Bestandstrasse und -korridor im Genehmigungsabschnitt Weida – Remptendorf

Start in Remptendorf

Verlauf von Bestandstrasse und -korridor im Genehmigungsabschnitt Röhrsdorf - Weida

Start in Weida

Verlauf von Bestandstrasse und -korridor im Genehmigungsabschnitt Röhrsdorf - Weida

Start in Weida

Visualisierung der Bestandstrasse bei Gera

Der Film verdeutlicht die Annäherung der Visualisierung an die derzeitig gestehende Trasse.

Visualisierung der Bestandstrasse bei Gera

Der Film verdeutlicht die Annäherung der Visualisierung an die derzeitig gestehende Trasse.

Visualisierung der Bestandstrasse bei Mittelfrohna

Der Film verdeutlicht die Annäherung der Visualisierung an die derzeitig bestehende Trasse.

Visualisierung der Bestandstrasse bei Mittelfrohna

Der Film verdeutlicht die Annäherung der Visualisierung an die derzeitig bestehende Trasse.

Korridoralternativen im gesamten Planungsraum

Der Film visualisiert den Verlauf der ermittelten möglichen Korridoralternativen.

Korridoralternativen im gesamten Planungsraum

Der Film visualisiert den Verlauf der ermittelten möglichen Korridoralternativen.