Wartung auf hoher See

Die Anforderungen an die technischen Anlagen zur Gewinnung von Windenergie sind extrem: Wind, Wellen und der Salzgehalt von Luft und Wasser machen den Anlagen zu schaffen. Genau so anspruchvoll ist die Wartung der Anlagen bei diesen Umweltbedingungen.

 

Muffen Mit Muffen werden die Seekabellängen auf See verbunden.

Kabelreparatur bei Wellengang

Obwohl es metertief im Meeresboden eingegraben ist, kann das Kabel durch Schiffsanker beschädigt werden. In diesem Fall wird durch Tests von Land aus der Fehler genau lokalisiert. Ein Reparaturschiff fährt heraus, hebt das Kabel aus dem Boden heraus und trennt es an der beschädigten Stelle auf.

Die beiden Kabelenden werden über ein eingefügtes Kabelstück durch Kabelmuffen wieder miteinander verbunden und auf den Meeresboden herabgelassen. Schließlich wird in einer Serie von Tests die Funktionstüchtigkeit des reparierten Kabels sichergestellt.

Versorgung, Wartung und Notunterkunft: Die Umspannplattform

Einfacher sind Reparatur- und Wartungsarbeiten auf der Plattform – wenn man denn erst einmal hinkommt. Schwerer Seegang und Sturm kann die Anlandung per Schiff oder Hubschrauber unmöglich machen. Plattformen, die weiter von der Küste entfernt sind, werden in der Regel mit dem Hubschrauber angeflogen, soweit sie über ein Landedeck verfügen.

Für den Fall, dass nach Abschluss der Wartungsarbeiten das Team auf der Plattform festgehalten wird, stehen ausreichend Schlafräume und Lebensmittel zur Verfügung. Größere Windparks können sogar ein permanentes Service-Team auf der Plattform unterhalten.

Kontakt

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Siegfried Wagner

50Hertz Transmission GmbH

Siegfried Wagner
Tel: +49 30 5150-3129
Fax: +49 30 5150-2199
E-Mail: siegfried.wagner@50hertz.com

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Seekabel

150-kV-Seekabel transportieren den auf hoher See erzeugten Strom an Land, wo er in das Übertragungsnetz von 50Hertz eingespeist wird. Die Kabel, die für jede Verbindung individuell berechnet und angepasst werden, haben einen Durchmesser von bis zu 25 cm und wiegen ca. 100 kg pro Meter. Es handelt sich um so genannte Dreileiterkabel: Jeder Einzelleiter besteht aus dem eigentlichen Kupferleiter, der inneren und äußeren Leitschicht zur Steuerung der Felder sowie einer Hochspannungsisolierung aus vernetztem Polyethylen (VPE). Zur Datenübertragung von Mess- und Steuersignalen ist im Seekabel ein Glasfaserkabel integriert. Umhüllt wird der Kabelkern von verzinkten Stahldrähten zum Schutz gegen mechanische Schäden, wie zum Beispiel Schiffsanker.