Umwelt

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland ist in den vergangenen Jahren erheblich angestiegen. Bis 2020 sollen 20 bis 30 Prozent der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Die Offshore-Windleistung verspricht dabei enorme Energiepotenziale.

Strom aus Offshore-Windenergieanlagen kann und soll einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Energie- und Klimapolitik der Bundesrepublik leisten. Für die Nutzung dieser Potenziale ist der Ausbau der Netzinfrastruktur unerlässlich. Schließlich müssen die auf See produzierten Strommengen auch zu den Verbrauchern transportiert werden können. Im Falle der Anbindung von Offshore-Windenergieparks (OWP) müssen diese Seekabel völlig neu gebaut werden. Zur Fortleitung des Windstroms müssen an Land die Leitungsnetze ausgebaut werden.

50Hertz stellt sich diesen Aufgaben mit hohem Engagement und technischem Know-How im Interesse des Energiemixes der Zukunft und des Klimaschutzes.

Lebensraum Ostsee

Die deutschen Küstengebiete sind sehr wertvolle Ökosysteme. Für viele Tierarten stellt der Küstenstreifen einen wichtigen Lebensraum dar. Dieser hohe Stellenwert zeigt sich auch daran, dass große Küstenflächen bereits als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind.

In der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Ostsee dominieren feinere Sande, wobei Flächenanteile mit mehr als 20 % Schlick ca. die Hälfte der Gesamtfläche einnehmen. Als Sediment am Boden der mittleren und südlichen Ostsee ist Geschiebemergel weit verbreitet. Dabei handelt es sich um eiszeitlichen Gletscherschutt. Sein Korngrößenspektrum reicht von Ton über Sand und Kies bis zu Steinen, den Geschieben.

Nur kleinere Flächenanteile werden durch gröbere Sände und Kiese bzw. Geröllfelder eingenommen. Letztere besitzen teilweise den Charakter von Riffen, die mitunter mehrere Meter Durchmesser erreichen. Die Wassertiefe im deutschen Teil der AWZ erreicht maximal 50 m und verringert sich in seinen östlichen Bereichen auf unter 10 m. Eine Besonderheit sind die Rinnenbereiche der Kadettrinne mit teilweise nur geringmächtiger Sedimentauflage. Ebenso wie in der Nordsee nimmt auch in der Ostsee mit zunehmender Küstennähe die Diversität der Lebensraumtypen zu.

Besonderheiten

In der Ostsee liegen grundsätzlich andere ökologische Voraussetzungen als in der Nordsee vor: Es handelt sich hier um das weltweit größte Brackwassergebiet, welches auf eine erst sehr junge Entwicklungsgeschichte von 12.000 Jahren zurückblicken kann. Während der Salzgehalt im Mittel zwischen 15 und 25 Promille schwankt, kann er im Nordosten auf bis zu 2 Promille zurückgehen. Im Gegensatz zur Nordsee bewegen sich Tideschwankungen lediglich im Zentimeterbereich, nennenswerte Wasserstandsschwankungen kommen vor allem durch Windeinfluss zustande und bewirken die Ausbildung des Windwatts.

Bisher war es rechtlich nicht möglich, in der AWZ Naturschutzflächen oder Eignungsflächen für Windenergie auszuweisen. Mit dem Inkrafttreten der vom Bundestag beschlossenen Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) hat sich das geändert. Die Meeresflächen in der AWZ wurden untersucht, um schutzwürdige Gebiete zu identifizieren. Die Karten mit den Vorschlagsgebieten und Informationen zur Verbreitung von zum Beispiel Rastvögeln, Schweinswalen oder Lebensraumtypen in Nord- und Ostsee sind vom Bundesamt für Naturschutz ins Internet eingestellt.

Noch fehlt es an Wissen, um die möglichen Auswirkungen von Offshore-Windkraftanlagen sowie der Errichtung und des Betriebs der entsprechenden Seekabel auf die Meeresumwelt allumfassend beurteilen zu können. Letztendlich werden sich die Einflüsse von Offshore-Windparks und deren Anbindung an das Höchstspannungsnetz auf Meeresumwelt und Natur erst verlässlich einschätzen lassen, wenn die ersten größeren Projekte realisiert sind.

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Windenergie

Die Windenergie ist in Deutschland Vorreiter auf dem Gebiet der regenerativen Stromerzeuger. Inzwischen gibt es in Deutschland über 21.000 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von rund 26.000 Megawatt. Bereits heute speist 50Hertz rund 42 Prozent der in Deutschland installierten Windkraftleistung ins Netz ein. Dabei müssen die hohen windbedingten Fluktuationen der eingespeisten Leistung ausgeglichen werden.