02.02.2015

Positionspapier zum Netzausbaubedarf

Der Ausbaubedarf im Bereich der Übertragungsnetze ist zum ganz überwiegenden Teil notwendig, weil erneuerbare Energien transportiert werden müssen. Der deshalb notwendige Netzausbau ist effizienter und wesentlich kostengünstiger als der Ausbau von stattdessen benötigter, massiver neuer Erzeugungsstrukturen in Süddeutschland.

Wie man zu dieser Aussagen kommt? Auf Basis des Netzentwicklungsplans wird der Netzausbaubedarf jährlich ermittelt. Dazu wird in drei Szenarien eine unterschiedliche Entwicklung der Erzeugung und des Verbrauchs – der Last – prognostiziert. Stets wurde und wird dabei angenommen, dass in Süddeutschland ein erhebliches Leistungsbilanzdefizit entsteht: So stehen in Süddeutschland im Jahr 2024 laut dem NEP 2014 (zweiter Entwurf) 19,1 GW gesicherte Stromerzeugung einem maximalen Stromverbrauch in Höhe von 26,4 GW gegenüber. In der Folge fehlen in diesen Bundesländern mehr als 7 GW gesicherte Erzeugungsleistung, wenn die Last hoch ist.

Aufbauend auf den sogenannten Erzeugungsszenarien wird im Rahmen der Netzentwicklungspläne zunächst das Marktverhalten simuliert (also die Frage gestellt: Welche Erzeuger speisen wie ein?) und dann der Netzausbaubedarf ermittelt. Die Identifizierung des Netzausbaubedarfs erfolgt dabei nach dem NOVA-Prinzip (Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau). In den Netzentwicklungsplänen wurde ein Ansatz entwickelt, mit dem ein Ausbau im Bereich der 380-kV-Wechselstromleitungen (AC) mit neuen, leistungsstarken und bei der Übertragung über weite Strecken verlustärmeren Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Leitungen (HGÜ-Leitungen) kombiniert wird.

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