Icon - Instagram

15.11.2013

Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW veröffentlichen EEG-Mittelfristprognose und Prognose der realistischen Bandbreite der EEG-Umlage 2015

Bayreuth, Berlin, Dortmund, Stuttgart - Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen heute die EEG-Mittelfristprognose. In der Veröffentlichung zur Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) werden Prognosen zur Entwicklung für die nächsten fünf Jahre abgegeben. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben werden unter anderem Prognosedaten zur installierten Leistung, der eingespeisten Jahresarbeit, der an die Anlagenbetreiber auszuzahlenden Vergütungen sowie zum Letztverbraucherabsatz veröffentlicht.

Für das Jahr 2018 wird eine installierte Leistung von über 111 Gigawatt (GW) aus erneuerbaren Energiequellen erwartet, wovon über 92% auf Solar- und Windenergie (Solar knapp 53 GW und Wind knapp 50 GW) entfallen. Die prognostizierte Jahresarbeit liegt für das Jahr 2018 bei über 200 Terawattstunden (TWh), was einer Steigerung von über 70% gegenüber den Ist-Werten von 2012 entspricht. Dabei wird davon ausgegangen, dass 2018 ein gutes Viertel der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien (über 51 TWh) feste Vergütungssätze nach §16 EEG in Anspruch nehmen wird. Hierfür sind Vergütungen in Höhe von rund 12,1 Milliarden Euro an die Anlagenbetreiber zu zahlen. Zusätzlich wird mit einer Prämienzahlung von 14,6 Milliarden Euro an diejenigen Anlagen gerechnet, die sich im Marktprämienmodell befinden und eine prognostizierte Erzeugungsmenge von 140 TWh aufweisen. Hinzu kommen für 2018 prognostizierte rund 3,2 TWh für weitere Formen der Direktvermarktung sowie rund 5,9 TWh an Photovoltaik-Erzeugung, die durch die Anlagenbetreiber selbst verbraucht werden.

Zusätzlich zur EEG-Mittelfristprognose legen die deutschen Übertragungsnetzbetreiber entsprechend den gesetzlichen Verpflichtungen eine Prognose über die realistische Bandbreite der EEG-Umlage des übernächsten Jahres (2015) vor. Diese liegt zwischen 5,85 und 6,86 Cent pro Kilowattstunde. Die EEG-Umlage ist für jede von den umlagepflichtigen Letztverbrauchern bezogene Kilowattstunde zu entrichten.

Die für die Berechnung notwendigen Werte der EEG-Mittelfristprognose und des umlagepflichtigen Letztverbrauchs wurden im Auftrag der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber von unabhängigen Gutachtern ermittelt.

Mehr lesen