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21.06.2016

50Hertz sammelt in einem Planungsforum erste regionale Hinweise für die Planungen zum SuedOstLink

Übergreifendes Planungsforum und anschließende Infomärkte auf Landkreisebene sorgen für breite Diskussion der Planungsstände / Hinweise von Fachleuten sowie Bürgerinnen und Bürgern vor Ort sollen Planungsprozess ergänzen / Zum Ende 2015 veränderte Rahmenbedingungen machen Neuplanung erforderlich.

Jena. Mit regionalen Hinweisen die Planungen für die östliche Gleichstromverbindung ergänzen – das ist das Ziel des Planungsforums, das heute in Jena zum ersten Mal zusammenkommt. Eingeladen hat Stromübertragungsnetzbetreiber 50Hertz dazu Vertreter aus Politik, Verwaltung und Verbänden aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Sie sollen die Entwicklung geeigneter Trassenkorridorvarianten für den SuedOstLink begleiten.

„Wir wollen mit Fachleuten und den Menschen vor Ort unsere Planungen diskutieren und wichtige Hinweise einholen. Zudem wollen wir ihnen die Möglichkeit geben, Informationen aus dem Planungsforum in Ihre Institutionen und Regionen zu tragen. Wenn uns das gelingt, dann ist das eine große Chance für die Qualität unseres Planungsergebnisses“, sagt Olivier Feix, Leiter Naturschutz/Genehmigungen bei 50Hertz.

Das Planungsforum soll voraussichtlich drei Mal tagen. Beim heutigen, ersten Termin geht es um rechtliche, methodische und technische Rahmenbedingungen sowie die Grundlagen der für den Sommer vorgesehenen Identifikation potenzieller Korridore. Liegen erste Varianten vor, werden diese bei einem zweiten Termin nach den Sommerferien vorgestellt. Im Anschluss ist eine Reihe von Veranstaltungen auf Landkreisebene für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort vorgesehen. Bei diesen sogenannten Infomärkten werden eben diese Varianten breit diskutiert.

Alle erhaltenen Hinweise werden im Anschluss daran geprüft, ob und wie sie in der Planung sinnvoll berücksichtigt werden können. Ist auf dieser Basis der Vorschlagskorridor ermittelt, soll dieser wiederum in einem dritten, abschließenden Planungsforum besprochen werden. Erst danach, voraussichtlich Ende März 2017, reicht 50Hertz den Antrag auf Bundesfachplanung gemeinsam mit der für den bayerischen Teil der Verbindung verantwortlichen TenneT bei der Bundesnetzagentur ein.

Die neuerliche Trassenkorridorplanung wurde erforderlich, nachdem Bundestag und Bundesrat Ende 2015 mit einer Änderung des Bundesbedarfsplangesetzes die Grundlagen des Projekts verändert hatten. Seit Jahresbeginn ist danach die Erdverkabelung der Standard für Planung und Betrieb von Leitungen zur Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ). Zudem wurden neue Netzverknüpfungspunkte der östlichen Gleichstromverbindung (Korridor D) festgelegt. Diese sind nun Wolmirstedt bei Magdeburg (statt Lauchstädt) in Sachsen-Anhalt und Isar bei Landshut (statt Meitingen) in Bayern. In der Folge wurde TenneT neuer Projektpartner für den bayerischen Teil der Leitung.

Pressemitteilung als pdf-Datei