Icon - Instagram

24.06.2016

Elektrisches Rückgrat der Hauptstadt wird verstärkt

50Hertz modernisiert unterirdische 380-kV-Kabeldiagonale Berlin

Berlin – Um auch weiterhin Millionen Berlinerinnen und Berliner sowie tausende Berliner Gewerbe- und Industriebetriebe sicher mit Strom zu versorgen, verstärkt der Stromübertragungsnetzbetreiber 50Hertz einen weiteren Teil der bestehenden 380-Kilovolt(kV)-Kabeldiagonale im Berliner Untergrund. Damit investiert 50Hertz bis Mitte kommenden Jahrzehnts voraussichtlich weitere rund 250 Millionen Euro in die Infrastruktur der Hauptstadt.

Der neue, rund sieben Kilometer lange Abschnitt der Kabeldiagonale soll in einem Tunnel verlaufen. Die Röhre mit einem Innendurchmesser von drei Metern verläuft dabei zwischen 20 bis 30 Meter tief unter der Oberfläche. Der Bau erfolgt – wie weltweit erfolgreich im Einsatz – unterirdisch mit einer Tunnelbohr-maschine. Hinter dem Bohrer wird die Tunnelröhre mit Wandelementen aus Beton (Tübbingen) ausgekleidet. Für die Berlinerinnen und Berliner von außen sichtbar sind einzig die Zugänge zu vier Schachtbauwerken entlang der Strecke.

Zwei ähnliche Tunnelabschnitte sind im Ostteil der Kabeldiagonale zwischen den Umspannwerken Mitte, Friedrichshain und Marzahn seit 1998 und 2000 erfolgreich in Betrieb. Das Konzept der innerstädtischen Kabelverlegung in einem Tunnel hat sich sehr bewährt. Ein Tunnel schützt das Berliner Stadtbild und ermöglicht die Errichtung und den Betrieb weitestgehend ohne Auswirkungen auf den Straßenverkehr der Hauptstadt.

Die neue Leitung mit zwei Kabelsystemen soll rund 1.600 MW Strom transportieren können. Das zu ersetzende Erdkabel kommt mit einer Kapazität von rund 1.000 MW angesichts steigender Erzeugung aus Wind, Sonne und Biomasse im Nordosten Deutschlands an seine Kapazitätsgrenzen. Zudem werden die bestehenden Erdkabelabschnitte nach knapp 40 Jahren Betriebsdauer zunehmend sanierungsbedürftig.

Während der vergangenen beiden Jahre hat 50Hertz das Vorhaben intern intensiv planerisch vorbereitet. In den zurückliegenden Monaten wurde zudem in Abstimmung mit den zuständigen Bundes- und Landesbehörden der Baugrund entlang der geplanten Tunnelstrecke intensiv untersucht. Vorbereitende Arbeiten sind ab 2018 geplant, dann werden Start-, Zwischen- und Zielschächte gebaut. Der eigentliche Tunnelbau beginnt voraussichtlich 2022. Der Start ist derzeit für die Rudolf-Wissell-Brücke an der A100 vorgesehen. Die Inbetriebnahme der neuen Kabelanlage ist für die Jahre 2026 bis 2028 geplant.

50Hertz sorgt mit über 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Betrieb und den Ausbau des Übertragungsnetzes. Darüber hinaus ist das Unternehmen für die Führung des elektrischen Gesamtsystems auf den Gebieten der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verantwortlich. Als Übertragungsnetzbetreiber im Herzen Europas steht 50Hertz für die sichere Integration der erneuerbaren Energien, die Entwicklung des europäischen Strommarktes und den Erhalt eines hohen Versorgungssicherheitsstandards. Anteilseigner sind seit 2010 der belgische Netzbetreiber Elia (60 Prozent) sowie der australische Infrastrukturfonds IFM Investors (40 Prozent). Als europäischer Übertragungsnetzbetreiber ist 50Hertz Teil der Elia Gruppe und Mitglied im europäischen Verband ENTSO-E.

Pressemitteilung als PDF-Datei

Pressekontakt

Volker Kamm

Pressesprecher

Volker Kamm
Tel: +49 (0) 30 5150-3417
Fax: +49 (0) 30-5150-2199
E-Mail: volker.kamm@50hertz.com