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22.12.2012

50Hertz und PSE Operator kooperieren beim Einsatz von Phasenschiebern zur besseren Steuerung der grenzüberschreitenden Stromflüsse

Berlin/Warschau – Der polnische Übertragungsnetzbetreiber PSE Operator und die im Nordosten Deutschlands tätige 50Hertz haben eine enge Zusammenarbeit beim Einsatz von sogenannten Phasenschiebertransformatoren vereinbart, mit denen Stromflüsse durch das Netz beeinflusst werden können. Die beiden Unternehmen unterzeichneten am 18. Dezember eine Vereinbarung zum kurzfristigen Einsatz virtueller Phasenschieber und eine Absichtserklärung zum gemeinsamen Bau von Phasenschiebertransformatoren, erklärte Dr. Dirk Biermann, zuständiger Geschäftsführer bei 50Hertz.

Ungeplante, grenzüberschreitende Stromflüsse und ihr Einfluss auf eine sichere Systemführung werden seit längerem intensiv zwischen europäischen Übertragungsnetzbetreibern, Regulatoren und der EU-Kommission diskutiert. An der deutsch-polnischen Grenze sollen daher kurzfristig virtuelle Phasenschieber eingesetzt werden, wenn Stromflüsse aus Deutschland ein festgelegtes Limit überschreiten und die Netzstabilität in Polen potentiell gefährden. Durch ein koordiniertes Eingreifen in die Fahrweise der Kraftwerke werden damit die entlastenden Effekte eines Phasenschiebertransformators nachgebildet.

Während der bis Ende März 2013 andauernden Pilotphase wird 50Hertz die anfallenden Kosten für die Änderung von Kraftwerksverhalten zur Entlastung von Engpässen (sog. Re-Dispatch-Kosten) tragen. Für die exakte Ausgestaltung der weiteren Schritte sollen die bis dahin gesammelten Erfahrungen ausgewertet werden.

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