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22.04.2013

Erster Seekabelabschnitt für Baltic 2 wird gelegt

Rostock/Berlin – Die Arbeiten für den Netzanschluss des zweiten deutschen Offshore-Windparks in der Ostsee, EnBW Baltic 2, gehen voran. Die erste Seekabellänge für die von 50Hertz zu errichtende Anbindung an das Höchstspannungsnetz in Bentwisch bei Rostock wurde am Samstag, 20. April 2013, in die Offshore-Plattform des Windparks Baltic 1 eingezogen. Über diese Plattform wird künftig auch der Baltic 2-Strom an Land gebracht.

Von dem Spezialschiff Aura aus wird nun der erste Seekabelabschnitt für die Anbindung von Baltic 2 in den Ostseegrund eingespült. Insgesamt sind in den kommenden Monaten sechzig Kilometer Seekabel zu legen, bevor letztlich die Kabelenden nochmals an die Oberfläche gehoben und die Abschnitte mit speziellen Muffen verbunden werden. Für den Anschluss von Baltic 2 wird zudem ein zweites Seekabel von der Baltic 1-Plattform bis zum Anlandepunkt in Markgrafenheide bei Rostock gelegt. Von dort aus führt die Landkabeltrasse bis zum Umspannwerk Bentwisch.

50Hertz will den Netzanschluss zur Verfügung stellen, wenn im Windpark Baltic 2 die ersten Windenergieanlagen einspeisebereit sind. EnBW Baltic 2 ist mit seinen geplanten achtzig Anlagen und einer installierten Kapazität von 288 Megawatt (MW) ein Windpark mit Dimensionen, der EnBW Baltic 1 (48 MW) deutlich übertrifft. Die erheblich größere Küstenentfernung, Wassertiefen unter dreißig Metern und ein variierender Baugrund stellen für die Errichtung des Windparks und des Netzanschlusses noch einmal deutlich höhere Anforderungen an Ingenieure und Techniker.

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