06.05.2013

Wirtschaftsminister Machnig und Zeil in Altenfeld

Das Umspannwerk in Altenfeld ist ein wichtiger Netzknotenpunkt in Thüringen. Von dort werden der Thüringer Wald und Suhl mit Strom versorgt. Dort wird das Pumpspeicherwerk Goldisthal in das Stromnetz eingebunden. Schließlich ist es Bindeglied für den zweiten und dritten Abschnitt der Südwest-Kuppelleitung.

Dort finden gerade Gründungsarbeiten für Leitungsschwenkungen zum zweiten Abschnitt statt. Der wird derzeit ab Vieselbach errichtet.

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig unterstrich bei seinem Besuch auf der Baustelle am 3. Mai 2013 noch einmal die Dringlichkeit, mit der die beiden Wirtschaftsregionen Thüringen und Bayern auf den Bau der Höchstspannungsleitung erwarten. „Wer die Energiewende und den Ausstieg aus der Kernenergie wirklich will, der muss alles daran setzen, die Leitung fertig zu stellen.“ Ende 2015 soll das Kernkraftwerk in Grafenrheinfeld abgeschaltet werden.

Bayern muss dann aber weiterhin sicher versorgt sein. Zur Notwendigkeit befragt sagte Machnig: „Es gibt nur einen Gutachter, der den Bedarf bezweifelt. Dagegen ist die Notwendigkeit viele Male belegt worden. Wir haben den technischen Sachverstand eindeutig auf unserer Seite.“

Die beiden Geschäftsführer von 50Hertz und Tennet TSO, Dr. Frank Golletz und Martin Fuchs, begrüßten die Einrichtung einer länderübergreifenden Arbeitsgruppe. Die bisher einzige Verbindungsleitung nach Bayern zwischen Remptendorf und Redwitz sei seit längerem ein volkswirtschaftlich teures, weil überlastetes Nadelöhr. Trotz Umrüstung auf Hochtemperaturseile reiche die Übertragungsleistung nicht aus.

„Die Thüringer Strombrücke ist das wichtigste Energie-Infrastrukturprojekt Deutschlands“, sagte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil. Es sei grober Unfug, eine vollständige Energieautarkie seitens des Freistaates zu erwarten. Bayern werde dauerhaft rund 30 Prozent seines Stroms importieren müssen. Es sei außerdem teuer, wenn jedes Dorf ausreichend eigene Reservekapazitäten aufbauen müsste.

Die beiden Minister wurden begleitet von Fachvertretern beider Ministerien und der Forstverwaltung, den energiepolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen von SPD und CDU, Frank Weber und Henry Worm, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Uwe Höhn sowie Altenfelds Bürgermeister Peter Grimm und Andreas Beyersdorf von der VG Großbreitenbach.

Pressemitteilung der Wirtschaftsministerien lesen


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