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14.03.2013

50Hertz erläutert Planungen für den 3. Abschnitt der Südwest-Kuppelleitung in Schalkau und Frankenblick

Berlin – Mit zwei Informationsveranstaltungen in Schalkau und Frankenblick startete 50Hertz, der Übertragungsnetzbetreiber im Norden und Osten Deutschlands, den Bürgerdialog zur Trassenplanung für den 3. Abschnitt der Südwest-Kuppelleitung zwischen dem Umspannwerk Altenfeld und der Thüringer Landesgrenze. Zahlreiche Interessierte aus der Stadt Schalkau, den Gemeinden Frankenblick und Goldisthal sowie dem Neuhauser Ortsteil Siegmundsburg kamen dafür ins Bürgerhaus nach Schalkau und in den Kultursaal im Ortsteil Effelder.

50Hertz informierte in Schalkau im Rahmen einer öffentlichen Stadtratssitzung über den geplanten Trassenverlauf, Maststandorte, Weitspannfelder und die Vorkehrungen und Maßnahmen zum Schutz der Umwelt. Zwei weitere wichtige Themen waren eine Machbarkeitsstudie zu einer möglichen Teilverkabelung im Raum Schalkau sowie ein geplantes Umspannwerk.

Oliver Britz, Leiter Genehmigungen Freileitungen bei 50Hertz, erläuterte die nächsten Schritte: „Derzeit bereitet 50Hertz das Planfeststellungsverfahren vor. Dazu werden die notwendigen Unterlagen für die Einreichung beim Thüringer Landesverwaltungsamt vorbereitet. Wir gehen davon aus, dass noch im ersten Halbjahr des Jahres das Verfahren formal eingeleitet wird. Darauf folgt die öffentliche Auslegung der Unterlagen bzw. das Beteiligungsverfahren.“

Im Rahmen der Planung und Erläuterung des Vorhabens setzte 50Hertz auch eine Software ein, die über den gesamten Trassenverlauf zeigt, wie die Freileitung in die Landschaft eingepasst wird. Es ist vielfach gelungen, die Masten so in Hanglagen zu platzieren, dass sie weitgehend durch Wald und Tal verschattet werden. Weitspannfelder mit bis zu 800 Metern Länge vermeiden Maststandorte in Tallagen und reduzieren die Zahl der Masten. Das ökologische Schneisenmanagement im Schutzstreifen der Freileitung mindert deutlich den Eingriff in den Waldbestand. Bei Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Umwelt werden landwirtschaftlich genutzte Flächen nicht in Anspruch genommen. Es werden vor allem Gebäude im Außenbereich und Mittelspannungsfreileitungen zurückgebaut bzw. Waldflächen aufgewertet.

In Frankenblick konnten Interessierte an fünf unterschiedlichen Themenständen im Rahmen eines sogenannten Info-Marktes ihre persönlichen Fragen stellen. Die Experten von 50Hertz aus Berlin boten Informationen und Antworten zum Unternehmen und Trassenverlauf, zu technischen Hintergründen von Freileitungen und Erdverkabelung, Standortuntersuchungen für das Umspannwerk und zum aktuellen Entwurf des Netzentwicklungsplans. Für den bayerischen Trassenabschnitt erläuterte ein Mitarbeiter der Firma Tennet TSO GmbH den Planungsstand auf bayerischer Seite.

Elke Korn, Projektleiterin bei 50Hertz fu¨r die Südwest-Kuppelleitung wies auf zusätzliche Informationsmöglichkeiten hin: „Interessierte können sich mit persönlichen Fragen auch an unser Bürgertelefon wenden. Das Bürgertelefon ist unter der Telefonnummer 0800-5895 2472 kostenfrei von montags bis freitags zwischen 8 und 20 Uhr erreichbar.“

Für alle, die in Schalkau und Frankenblick nicht dabei sein konnten, gibt es weitere Möglichkeiten, sich über den Planungsstand bei 50Hertz zu informieren. Auf der Projektwebseite werden unter www.50hertz.com/netzausbau laufend neue Informationen eingestellt. Dort kann man sich auch für einen Newsletter eintragen. Auf den Veranstaltungen konnten Interessierte über eine Postkarte weitere Fragen nach Berlin mitgeben.

Die Südwest-Kuppelleitung ist eine 380-kV-Freileitung, die zwischen Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) und Redwitz (Bayern) in drei Abschnitten errichtet wird. Sie dient dem überregionalen Stromtransport und stellt eine wichtige Verbindungsleitung nach Bayern dar. Der 1. Abschnitt zwischen Bad Lauchstädt und Vieselbach ist seit 2008 in Betrieb. Der 2. Abschnitt zwischen Vieselbach und Altenfeld ist derzeit in Bau. Für den 3. Abschnitt zwischen Altenfeld und Landesgrenze ist das Planfeststellungsverfahren in Vorbereitung.

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