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30.04.2013

Übertragungsnetzbetreiber bereiten gemeinsame Umsetzung von vier Gleichstromverbindungen vor

Bayreuth, Berlin, Dortmund, Stuttgart, Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW bereiten die Umsetzung von vier Großprojekten der Energiewende vor. Für zukunftsfähige Netze sind für den nationalen Netzausbau vier leistungsstarke Gleichstromverbindungen (HGÜ) geplant. Sie werden Energie aus dem Norden und der Mitte Deutschlands in den Sü-den transportieren. Diese Verbindungen sollen von je zwei Übertragungsnetzbetreibern gemeinsam projektiert werden, und zwar von denjenigen, die an den jeweiligen Anfangs- und Endpunkten das bestehende Übertragungsnetz verantworten:

Emden-Borßum – Osterath: TenneT/Amprion
Osterath – Philippsburg: Amprion/TransnetBW
Wilster – Grafenrheinfeld und Brunsbüttel – Großgartach sowie im NEP 2013 Kreis Segeberg - Goldshöfe: TenneT/TransnetBW
Bad Lauchstädt – Meitingen: 50Hertz/Amprion

Die HGÜ-Leitungen sind wesentliche Eckpfeiler, um die Versorgungssicherheit in Deutsch-land auch weiterhin auf hohem Niveau zu gewährleisten. Die Notwendigkeit der Projekte ist im Netzentwicklungsplan 2012 beschrieben und wurde vom Deutschen Bundestag am 25. April 2013 im Rahmen des Bundesbedarfsplangesetzes beschlossen. Das Gesetz wird aller Voraussicht nach Mitte des Jahres in Kraft treten. Die Investitionskosten für die vier HGÜ-Leitungen betragen mehrere Milliarden Euro.

Genannte Ortsnamen zur Bezeichnung von Anfangs- und Endpunkten der HGÜ-Verbindungen sind rein technische Aussagen. Sie dienen zum jetzigen Zeitpunkt der Identifikation bestehender Netzanknüpfungspunkte. Konkrete Trassenkorridore werden erst in der Bundesfachplanung durch die Bundesnetzagentur festgelegt. Anfangspunkte liegen in der Regel in Regionen mit Erzeugungsüberschuss, Endpunkte in solchen mit hohem Verbrauch beziehungsweise an Kernkraftwerksstandorten, die bis zum Jahr 2022 stillgelegt sein werden. Die südlichen Bundesländer (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen) werden im Jahr 2023 etwa 30 Prozent des Jahresverbrauchs importieren.

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