21.02.2013

50Hertz begrüßt Planfeststellungsbeschluss für den Erweiterungsneubau der 380-kV-Leitung Bärwalde-Schmölln

Seit dem 18. Februar 2013 liegt 50Hertz der Planfeststellungsbeschluss für den Erweiterungsneubau der 380-kV-Leitung Bärwalde-Schmölln vor. Die Landesdirektion Sachsen hat das Verfahren nach nur 9 Monaten Bearbeitungszeit abgeschlossen – und damit beginnen die Vorbereitungen für die "heiße" Phase, den Bau der neuen, leistungsstärkeren 380-kV-Leitung zwischen der Schaltanlage Bärwalde und dem Umspannwerk Schmölln.

Mit dem Übergang von der Planung in die Realisierung wechselt auch die Projektleitung. Bernhard Segbers: "Mein Teil ist nun größtenteils getan, die Planungs- und Genehmigungsphase ist geschafft. Ich danke dem Projektteam für die sehr gute Zusammenarbeit. Seit ein paar Wochen arbeiten mein Kollege Martin Heumüller und ich an der Übergabe von der Planung zur Umsetzung. Ab jetzt übernimmt er die Projektleitung." Martin Heumüller ist seit 2011 bei 50Hertz in der Abteilung TL. "Ich freue mich auf die Durchführung und die besondere Herausforderung. Eine Leitung während des laufenden Betriebs aus- bzw. neu zu bauen, stellt besondere Anforderungen an alle Beteiligten.", so Martin Heumüller.

Durch die Erhöhung der Transportkapazität auf der 380-kV-Leitung Bärwalde-Schmölln wird ein Beitrag zur netztechnisch notwendigen Erhöhung der horizontalen Übertragungsfähigkeit im Südostraum der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere für den EEG-Ferntransport (Integration der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen), den Abtransport konventioneller Kraftwerksleistung sowie insgesamt ein Betrag zur Erhöhung der Netz- und Systemsicherheit im Übertragungsnetz geleistet. Da die vorhandene Leitung im laufenden Netzbetrieb benötigt wird, wird in der Bauphase die bestehende Leitung halbseitig abgeschaltet und die Seile und Traversen werden rück- / umgebaut. Auf dieser freigeschalteten Seite der vorhandenen Leitung werden die neuen Maste errichtet und halbseitig mit Traversen und Beseilung ausgerüstet. Sobald die neue Leitung (halbseitig) funktionstüchtig ist, werden die Altleitung und deren Fundamente komplett abgebaut und die zweite Seite der neuen Leitung ausgerüstet und in Betrieb genommen.

Durch dieses Vorgehen kann sehr nah an der bestehenden Leitung gearbeitet und gebaut werden. Im Rahmen der Bauausführung muss mit einem Abschnitts- und zeitweisen Versatz der Bauarbeiten gerechnet werden, wobei sich die gesamte Bauzeit über zwei Jahre erstrecken wird. Durch eine Optimierung der Mastneuausteilung konnte die bestehende Anzahl an Masten von 108 auf 106 reduziert werden. Baubeginn für den Ersatzneubau des 46 km langen Stücks der 380-kV-Leitung ist im April 2013 vorgesehen.