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21.05.2012

Antragskonferenz berät über Anschluss des Umspannwerkes Malchow an die Freileitung 380-kV-Nordring Berlin

Antragskonferenz berät über Anschluss des Umspannwerkes Malchow an die Freileitung 380-kV-Nordring Berlin

Potsdam - Ist für den Anschluss des Umspannwerkes Malchow an die zu bauende 380-kV-Freileitung Neuenhagen – Wustermark – Hennigsdorf (Nordring Berlin) ein Raumordnungsverfahren (ROV) notwendig? Unter dieser Fragestellung lud die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg Kommunen, Behörden, Verbände und Interessengemeinschaften – vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) bis zum Landesjagdverband Brandenburg – für Montag (21.05.2012) zu einer Antragskonferenz nach Potsdam, um zu erörtern, inwieweit Abstimmungsbedarf besteht und danach eine Entscheidung zu treffen.

Auf der Konferenz diskutierten die Anwesenden über den ca. vier Kilometer langen Abzweig von der geplanten Trasse des 380-kV-Nordring Berlin, von der Gemeinde Panketal zum Umspannwerk Malchow im Bezirk Lichtenberg. Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz plant hier in Parallelführung mit einer bestehenden 380-kV-Freileitung und einer 110-kV-Freileitung die Errichtung einer neuen 4-systemigen 380-kV-Freileitung.

Eingeladen waren zur Antragskonferenz die Gemeinden Panketal und Ahrensfelde sowie die Berliner Bezirksverwaltungen Lichtenberg und Pankow und weitere Vertreter von insgesamt 28 öffentlichen Stellen. Zur Konferenz selbst waren Vertreter von sieben Trägern öffentlicher Belange persönlich erschienen. Insgesamt haben bisher 19 Institutionen schriftliche Stellungnahmen abgegeben.

Das Raumordnungsverfahren dient unter anderem dazu, ein Infrastrukturprojekt auf dessen Vereinbarkeit mit den räumlichen Entwicklungsvorstellungen der Länder Berlin und Brandenburg und mit anderen Raumnutzungen zu überprüfen. Da in diesem Fall eine Parallelführung mit anderen Freileitungen genutzt werden soll, hatte das Berliner Unternehmen 50Hertz im November 2011 beantragt, auf das Raumordnungsverfahren zu verzichten.

Diskutiert wurden in der Konferenz am Montag vor allem die Möglichkeit einer engeren Bündelung mit bestehenden Trassen und der Kreuzungspunkt mit der Autobahn. Die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg teilte zudem mit, dass schriftliche Stellungnahmen noch bis zum 8. Juni 2012 nachgereicht werden können.

Nach dieser Frist entscheidet die Gemeinsame Landesplanungsabteilung, ob ein Raumordnungsverfahren erforderlich ist oder ob dieser Teilabschnitt unmittelbar in das Planfeststellungsverfahren zum 380-kV-Nordring Berlin eingebunden werden kann. Das Raumordnungsverfahren zum 380-kV-Nordring Berlin war bereits am 30. August 2011 mit der landesplanerischen Beurteilung abgeschlossen worden. Das Planfeststellungsverfahren wird derzeit vorbereitet und soll noch in diesem Jahr eröffnet werden.

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