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07.05.2012

50Hertz startet Errichtungsmaßnahmen auf Schleswig-Holsteiner Gebiet zur Vollendung der Nordleitung

50Hertz beginnt mit Bauarbeiten am Lückenschluss der Nordleitung in Schleswig-Holstein / Trasse von Schwerin nach Hamburg soll möglichst vor dem Winter fertiggestellt sein / Leitung sehr wichtig zur Integration der Erneuerbaren Energien ins Netz und zur Versorgung Hamburgs

Berlin – Der für den Norden und Osten Deutschlands verantwortliche Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz startet heute mit ersten Errichtungsarbeiten in Schleswig- Holstein auf der Trasse der 380-kV-Neubauleitung von Schwerin nach Hamburg. Nach dem Planfeststellungsbeschluss durch den Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein am 20. April dieses Jahres wird nun der letzte, 19 Kilometer lange Teilabschnitt der sogenannten Nordleitung gebaut.

Damit wird der Lückenschluss zwischen der bereits 2010 fertiggestellten Leitung vom Umspannwerk Görries bei Schwerin bis zur Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommern/Schleswig-Holstein und einer bestehenden Leitung ab Elmenhorst zur Schaltanlage Krümmel bei Hamburg vollzogen. Die insgesamt dann rund 75 Kilometer lange 380- kV-Freileitung von Schwerin nach Hamburg kostet knapp 100 Millionen Euro.

Nach den Worten von Dr. Frank Golletz, Technischer Geschäftsführer bei 50Hertz, sei man sehr froh, endlich mit dem Bau des letzten Teilabschnitts starten zu können: „Die Nordleitung ist äußerst wichtig für die Integration der erneuerbaren Energien ins Netz, insbesondere der Windenergie. Mit dieser nunmehr vierten Verbindungsleitung auf der Höchstspannungsebene zwischen den neuen und den alten Bundesländern kann die zu einem bestimmten Zeitpunkt oftmals in unterschiedlicher Intensität vorherrschende Windenergieeinspeisung in Norddeutschland sehr gut austariert werden. Zudem steigt mit der Nordleitung die Versorgungssicherheit des Großraums Hamburg. Unser Ziel ist es, die Leitung möglichst vor dem kommenden Winter in Betrieb nehmen zu können“, so Dr. Golletz.

50Hertz sorgt mit knapp 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Betrieb und den Ausbau des Übertragungsnetzes. Darüber hinaus ist das Unternehmen für die Führung des elektrischen Gesamtsystems auf den Gebieten der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verantwortlich. Als Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) im Herzen Europas steht 50Hertz für die sichere Integration der erneuerbaren Energien, die Entwicklung des europäischen Strommarktes und den Erhalt eines hohen Versorgungssicherheitsstandards. Anteilseigner sind seit 2010 der belgische Netzbetreiber Elia (60 Prozent) sowie der australische Infrastrukturfonds IFM (40 Prozent). Als europäischer ÜNB ist 50Hertz Teil der Elia Gruppe und Mitglied im europäischen Verband ENTSO-E.

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