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13.03.2012

Mehr Informationen zur Uckermarkleitung: 50Hertz schaltet Bürgertelefon

Informationsveranstaltung am 13. März in der Blumberger Mühle – Newsletter-Angebot

50Hertz will schneller und ausführlicher über das Leitungsbauprojekt Uckermarkleitung informieren. Dazu ist ab sofort ein Bürgertelefon geschaltet. Unter der kostenfreien Rufnummer (0800-58952472) können interessierte Bürger Fragen zum Stand des Verfahrens, technischen Hintergründen und zum Netzausbau in Brandenburg stellen. Erreichbar ist das Bürgertelefon zwischen Montag und Freitag von 8 bis 20 Uhr.

Frank Golletz, der Technische Geschäftsführer des Berliner Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz, stellte das neue Informationsangebot während einer Informationsveranstaltung am 13. März im Nabu-Zentrum Blumberger Mühle (Angermünde) vor. Dorthin hatten der Wirtschaftsminister, Ralf Christoffers, die Bürgerinitiative „Biosphäre unter Strom“ und 50Hertz interessierte Bürger eingeladen. Die Gäste, Minister, Unternehmen und Bürgerinitiative diskutierten unter Leitung von Moderator und Mediator Peter Knapp und Team in verschiedenen Workshops über offene Fragen zu den Themen Gesundheit, Naturschutz, Trassenführung und wirtschaftliche Notwendigkeit.

Ausstellung zum Projektstand

Die Bürger konnten sich außerdem anhand einer Ausstellung über den Stand des Planfeststellungsverfahrens informieren. So zeigte ein Exponat die unterschiedlichen Trassenvarianten auf, die in dem mittlerweile sechs Jahre dauernden Verfahren diskutiert wurden. Es gab außerdem Informationen über die einzuhaltenden Grenzwerte bei elektrischen und magnetischen Feldern. Dazu eine Darstellung, wo Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen entlang der Trasse geplant sind.

Mehr Informationen zur Uckermarkleitung gibt es im Internet. Hier hat 50Hertz sein Informationsangebot jetzt deutlich erweitert. Der Netzbetreiber bietet dort auch einen Newsletter zum Abonnement an. Er versorgt interessierte Bürger und Institutionen auf Wunsch mit den neusten Informationen zum Projektverlauf. Ein Downloadbereich bietet zusätzliches Informationsmaterial.

50Hertz bleibt bei Freileitung in Eberswalde


Im Internet erläutert 50Hertz auch die Gründe, warum die Uckermarkleitung in Eberswalde nicht als Erdkabel, sondern als Freileitung geplant wird. Die umfangreichen Machbarkeitsuntersuchungen wurden erst kürzlich abgeschlossen. Sie ergaben, dass die Eingriffe in Eigentumsrechte von Betroffenen so massiv gewesen wären, dass eine solche Planung im Vergleich zur Freileitungsvariante nicht genehmigungsfähig gewesen wa¨re.

Die Erdkabellösung hätte 31.000 Quadratmeter Fläche auf der knapp 2 Kilometer langen Strecke überbaut. Dagegen benötigt die Freileitung nur 400 Quadratmeter. Auch die Kosten liegen deutlich höher. Mit einer Million Euro Investitionen pro Kilometer rechnet 50Hertz bei dem Freileitungsabschnitt, 12 bis 14,5 Millionen Euro wa¨ren es im Falle einer Erdkabellösung gewesen.

50Hertz hat für den betreffenden Abschnitt eine neue Lösung ins Gespräch gebracht, die für eine Reihe von kritisierten Punkten Abhilfe verschaffen kann. Damit werden Masthöhen deutlich reduziert, die vorgesehene Waldüberspannung in Eberswalde Nord entfällt und Gewerbeinteressen werden berücksichtigt. 50Hertz wird den Vorschlag als Planänderung in das laufende Planfeststellungsverfahren einbringen. Damit haben die Betroffenen Gelegenheit, zu diesen Anpassungen Stellung zu nehmen.

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