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07.03.2017

Weiterer Meilenstein bei Gleichstromprojekt SuedOstLink

Antrag auf Genehmigung von 50Hertz und TenneT enthält Vorschlagstrassenkorridor und mögliche Alternativen

Berlin und Bayreuth. Am Mittwoch (8. März 2017) geht die Planung der Gleichstromverbindung SuedOstLink in die nächste Phase: Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und TenneT reichen den Antrag auf Bundesfachplanung für den SuedOstLink bei der Bundesnetzagentur ein. Dieser Antrag nach § 6 NABEG enthält einen Vorschlagstrassenkorridor sowie verschiedene Trassenkorridoralternativen.

 

Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz: "Wir haben einen Antrag eingereicht, der Anwohnern, Natur und Umwelt sowie technischen Belangen gleichermaßen Rechnung trägt. Dazu beigetragen hat die umfangreiche frühe Öffentlichkeitsbeteiligung, mit der wir die Planung für den SuedOstLink begleitet haben. Dass Beteiligung das Ergebnis konkret verbessern kann, belegen die zahlreichen Anpassungen und Optimierungen bestehender Korridorverläufe sowie vier komplett neue Segmente, die durch Hinweise aus den Regionen entstanden sind. Der vorgelegte Korridorvorschlag ist dabei keineswegs fixiert – für Beteiligung und Hinweise bieten die nun folgenden formellen Verfahrensschritte weiter ausreichend Gelegenheit."

 

Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung der TenneT TSO GmbH, sagte, dass "SuedOstLink verlässlich Strom für Bayern liefern wird. Mit SuedOstLink bauen wir die Infrastruktur für die bayerische Energiewende." Er erklärte weiter: "Wir haben jetzt einen Korridorvorschlag identifiziert, mit dem wir in das Genehmigungsverfahren gehen. Uns war es wichtig, einen Korridor zu finden, der die Region möglichst wenig belastet und die Hinweise der Bürger vor Ort mit berücksichtigt. Das haben wir über die umfassendste Bürgerbeteiligung, die es je für ein Netzausbauprojekt in Bayern gab, erreicht. Damit haben wir die Vorarbeiten für SuedOstLink abgeschlossen. Jetzt kann der formelle Genehmigungsprozess starten, in dem die Bürger auch rechtliche Mitsprachemöglichkeiten haben." Im bayerischen Teil von SuedOstLink wurden aufgrund von Hinweisen aus der informellen Beteiligung an rund 20 Prozent der Korridorsegmente räumliche Anpassungen vorgenommen. Der vorläufige Vorschlagskorridor ist ein erstes Zwischenergebnis und der Auftakt für weitere Untersuchungen, die für alle Korridorvarianten in der gleichen Detailtiefe durchgeführt werden. Erst am Ende der Bundesfachplanung wird die Genehmigungsbehörde einen Korridor festlegen.

 

Der SuedOstLink soll ab 2025 als Gleichstrom-Erdkabelverbindung die windreichen Regionen Ostdeutschlands mit Bayern verbinden. Die Verbindung wird in Wolmirstedt bei Magdeburg beginnen; Endpunkt ist der Kraftwerksstandort Isar bei Landshut. 50Hertz ist für die Planungen in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verantwortlich, TenneT für den bayerischen Teil. Das Projekt ist in insgesamt vier Teilabschnitte aufgeteilt, für die die Vorhabenträger jeweils die Bundesfachplanung beantragen. Auf den am Mittwoch eingereichten Antrag zum ersten Abschnitt folgen zwischen Ende März und Ende April die Anträge für die weiteren Abschnitte. 50Hertz und TenneT werden den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zwischen dem 15. März und 6. April auf insgesamt 30 Terminen die Inhalte des Antrags vorstellen.

 

Dem Antrag vorausgegangen war im Herbst 2016 die Vorstellung von möglichen Trassenkorridorvorschlägen. Deren Planung basierte auf dem vom Gesetzgeber vorgegebenen Erdkabelvorrang sowie weiteren Vorgaben durch die Genehmigungsbehörde. 50Hertz und TenneT führten ein umfangreiches informelles Beteiligungsverfahren mit insgesamt 24 Bürger-Veranstaltungen durch. Bürger, Kommunen, Verbände und Politik gaben knapp 2.200 Hinweise zu den Planungen ab, die zu Änderungen an den im Herbst vorgestellten möglichen Korridorvorschlägen sowie zu neuen Trassenkorridorsegmenten geführt haben.

 

Nach Einreichung der Anträge wird die Bundesnetzagentur die Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen und Antragskonferenzen ausrichten, zu denen Träger öffentlicher Belange, Umweltverbände und Landesbehörden eingeladen werden. Außerdem können auch interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen. Am Ende der Bundesfachplanung wird die Behörde einen durchgehenden Trassenkorridor zwischen Wolmirstedt und dem Kraftwerk Isar festlegen. Dieser wird Ausgangspunkt für das darauf folgende Planfeststellungsverfahren sein, das über den genauen Verlauf der Leitungstrasse innerhalb des Korridors entscheiden wird.

 

Unter www.50hertz.com/suedostlink und www.tennet.eu finden sich Karten zum Vorschlagstrassenkorridor und zu den Korridoralternativen. 

 

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Pressekontakt

Volker Kamm

Pressesprecher

Volker Kamm
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E-Mail: volker.kamm@50hertz.com