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17.05.2017

Einheitliches Übertragungsnetzentgelt vermindert weiteres Auseinanderklaffen regionaler Strompreise

50Hertz zum Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur

Berlin – Anlässlich der heutigen Anhörung im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie zum Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur (NEMoG) nimmt der Vorsitzende der Geschäftsführung von 50Hertz, Boris Schucht, der als Sachverständiger teilgenommen hat, wie folgt Stellung:

„Im bundesweiten Vergleich bestehen erhebliche regionale Unterschiede bei der Höhe der Netzentgelte für Strom. Insbesondere dort, wo Erneuerbare Energien günstig anliegen und viel produziert wird, also im Norden und Osten Deutschlands, wird der Strom durch die hohen Netzentgelte künstlich verteuert. Diese Schere klafft immer weiter auseinander. Eine am Mittelspannungsnetz angeschlossene Papierfabrik zum Beispiel zahlt in Schwerin rund 18 Cent pro Kilowattstunde, in Köln aber nur ca. 13,5 Cent. Ein wesentlicher Treiber der wachsenden Unterschiede sind die Übertragungs-netzentgelte. Diese sind nur ein kleiner Teil der gesamten Netzentgelte – sie entwickeln sich aber recht drastisch auseinander, da Integrations- und Transitkosten der Erneuerbaren Energien nicht deutschlandweit von allen Kunden getragen werden, sondern in den betroffenen Netzgebieten verbleiben. Eine Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte wäre ein erster Schritt, diese energiewendebedingten, regionalen Ungleichgewichte zu verringern. Da die Energiewende ein gesamtdeutsches Projekt ist, müssen die Kosten deutschlandweit fair verteilt werden – sonst droht die Akzeptanz verloren zu gehen.“

Weitere Informationen:

50Hertz-Positionspapier zum NEMoG

Pressekontakt

Volker Kamm

Pressesprecher

Volker Kamm
Tel: +49 (0) 30 5150-3417
Fax: +49 (0) 30-5150-2199
E-Mail: volker.kamm@50hertz.com