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02.08.2017

Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz legt Halbjahresbilanz 2017 vor

Investitionen und reduzierte Kosten sorgen für gute Halbjahresergebnisse in herausforderndem Umfeld

Berlin – Der für den Norden und Osten Deutschlands verantwortliche Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz hat heute seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2017 vorgelegt. Vor allem die anhaltende Investitionstätigkeit des Netzbetreibers steigert den Umsatz (+4,1%) und führt bei gleichzeitig reduzierten Kosten zu einem Ergebnisanstieg auf 86,7 Millionen Euro (+16,8%).

Die Kosten für das Engpassmanagement liegen trotz eines weiterhin stetigen Ausbaus der Erneuerbaren Energien in der Regelzone von 50Hertz leicht unter Vorjahresniveau, ein erneuter Beleg dafür, dass der Netzausbau wirkt: mit der Inbetriebnahme des ersten Systems der Südwest-Kuppelleitung vor etwa 18 Monaten wurde eine bedeutende Transportverbindung in Betrieb genommen, Eingriffe in die Erzeugung wurden seitdem weniger, was zu sinkenden Kosten führte. Das zweite System dieser wichtigen Leitung wird in diesem Herbst fertiggestellt und erhöht die Transportkapazitäten nach Süddeutschland noch vor dem kommenden Winter.

Durch die Ratingagentur Moodys wurde das Rating im Investment Grade (Baa1) mit stabilem Ausblick kürzlich bestätigt. Aber besondere Anstrengungen des Unternehmens sind auf mittlere Sicht erforderlich, um dieses Niveau halten zu können. Im Herbst 2016 wurde ein unternehmensweites Effizienzprojekt mit dem Ziel gestartet, den Prozesskostenanstieg zu dämpfen und das Wachstum weiter effizient zu gestalten. Gleichzeitig wurde nach dem Basisjahr 2016 mit der Kostenprüfung durch die Bundesnetzagentur begonnen, deren Ergebnis die Auskömmlichkeit des Erlösniveaus ab 2019 bestimmt. Für den weiteren Erfolg des Netzausbaus ist es wichtig, dass das in 2018 erwartete Ergebnis der Kostenprüfung die Stabilität des Rating und die weitere Investitionsfähigkeit des Unternehmens unterstützt.

Die gegenwärtige Finanzstruktur ist gut, die vorhandene Liquidität und stabile Cashflows ermöglichen weitere Investitionen in den Netzausbau. 97,1 Millionen Euro wurden seit Jahresbeginn in den Netzausbau investiert und für das Gesamtjahr werden Investitionen von rund einer halben Milliarde Euro angestrebt. Teil dieser Investitionen sind die ersten Baumaßnahmen beim Projekt „Kriegers Flak Combine Grid Solution", dem ersten Offshore-Interkonnektor in der Ostsee zwischen einem deutschen und dänischen Windpark. 50Hertz und der dänische Netzbetreiber energinet.dk realisieren gemeinsam dieses wichtige Projekt, dessen Fertigstellung in den kommenden zwei Jahren geplant ist.

Neben dem bestehenden Nachhaltigkeits-(ESG)-Rating durch Vigeo-Eiris wurde ein weiteres ESG-Rating mit einem guten Wert von 67 (von 100) durch Sustainalytics erteilt: ein Beleg, dass sich 50Hertz auf einem guten Weg zu einem nachhaltig agierendem Unternehmen befindet, der auch in den kommenden Jahren weiterverfolgt werden soll.

Ein Ausdruck dieser Aktivitäten u.a. beim Thema Akzeptanz für den Netzausbau ist der Startschuss für das „CompactLine"-Pilotprojekt in Sachsen-Anhalt, bei dem erstmals ein neues, weniger sichtbares Mast- und Leitungsdesign aufgrund geringerer Bauhöhe zum Einsatz kommt

Aus der 50Hertz-Regelzone wurden im ersten Halbjahr 23,8 TWh (ca. +20%) in benachbarte Netzgebiete exportiert. Damit ist 50Hertz die Stromexportregion Deutschlands und trägt so in nennenswertem Ausmaß zur Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas bei. Die gemeinsame Bemühungen mit den Verteilnetzbetreibern, zu einer fairen, deutschlandweit gleichmäßigeren Lastenverteilung der Kosten des Netzausbaus zu kommen, werden mit der Anfang Juli erfolgten Verabschiedung des Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG) ab 2019 in Etappen realisiert.

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Volker Kamm, 50Hertz Transmission GmbH, Telefon 030-5150-3417,
Fax 030-5150-2199, Mobil 0172-3232-759, volker.kamm@50hertz.com

 


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