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10.10.2017

50Hertz installiert ersten Phasenschiebertransformator im Umspannwerk Röhrsdorf

Zweijähriger Umbau auf dem Gelände des Umspannwerkes Röhrsdorf kommt voran

50Hertz installiert ersten Phasenschiebertransformator im Umspannwerk Röhrsdorf Uwe Herrmann (l.), Leiter des 50Hertz-Regionalzentrums in Röhrsdorf, erläutert, wie ein Phasenschiebertransformator (im Hintergrund) funktioniert.

Chemnitz-Röhrsdorf – Nach knapp zwei Jahren Bauzeit beginnt im Umspannwerk Röhrsdorf jetzt die spannende Schlussphase bei der Errichtung von zwei Phasenschiebertransformatoren (PST). Sie sollen für eine bessere Kontrolle des Stromflusses in das benachbarte tschechische Übertragungsnetz sorgen. Am Montag, den 9. Oktober 2017 setzte der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz den ersten Phasenschiebertransformator technisch in Betrieb.

Für die Errichtung der Anlagen auf dem Gelände des Umspannwerkes in Röhrsdorf war eine Reihe von vorbereitenden Baumaßnahmen notwendig. „Unsere Nachbarn konnten in den vergangenen Monaten beobachten, dass wir zur Vorbereitung das Bodenniveau angeglichen haben. Außerdem wurden im Umspannwerk bestehende Anlagen neu angeordnet, um Platz für die Phasenschiebertransformatoren zu schaffen. Weiterhin haben wir in Abstimmung mit den Behörden eine südliche Zufahrt Richtung A 4 ausgebaut, um die notwendigen Materialtransporte zur Baustelle zu realisieren“, erläuterte Uwe Herrmann, Leiter des Regionalzentrums Süd, den Verlauf des Baugeschehens.

Mit der Neuordnung der Anlagen im Umspannwerk rücken auch die Portale, an denen die ankommenden Leitungen in das Umspannwerk geführt werden ein Stück weiter Richtung Autobahn A 72. „In den nächsten Monaten“, so Herrmann weiter, „werden wir im nächsten Umfeld des Umspannwerkes sogenannte Leitungsverschwenkungen durchführen. Das heißt, die Leiterseite werden vom letzten Mast mit ihrem neu errichteten Portal im Umspannwerk verbunden.“ Dies bedeute einige Arbeiten an den Freileitungsmasten. Die Masten selbst und die zugehörigen Freileitungen blieben unverändert. „Mit dem geplanten Neubau einer leistungsstärkeren 380-kV-Freileitung von Röhrsdorf über Weida nach Remptendorf hat unsere Baumaßnahme nichts zu tun“, betonte Herrmann. „Hier läuft weiter das Genehmigungsverfahren bei der Bundesnetzagentur.“

Den Anlass zur Errichtung der beiden Phasenschiebertransformatoren lieferte die vermehrte Einspeisung von Windenergie im Netzgebiet von 50Hertz. Die Verbindungsleitungen nach Polen und Tschechien wurden und werden dabei immer stärker belastet. Es kommt zu sogenannten Ringflüssen, indem Strom aus erneuerbaren Energien sich über Polen und Tschechien den Weg nach Bayern suchte. Daraufhin vereinbarte 50Hertz mit den dortigen Netzbetreibern PSE und CEPS diese grenzüberschreitenden Stromflüsse besser zu kontrollieren. Im Netzentwicklungsplan Deutschlands von 2013 wurden die Phasenschiebertransformatoren vorgesehen und von der Bundesnetzagentur geprüft und bestätigt.

Im Umspannwerk leitet Thomas Karger, bei 50Hertz Projektleiter Umspannwerke, die Arbeiten. Zwischen Mai und November 2016 fanden die Gründungs- und Fundamentarbeiten statt. Die Montage der Geräte und die Elektroverkabelung begannen im August 2016. Die beiden Transformatoren trafen im November 2016 und April 2017 in Röhrsdorf ein. „Am 9. Oktober haben wir den ersten Transformator in den Testbetrieb übernommen. Der zweite Transformator soll im November folgen“, berichtete Thomas Karger. „Bis zum Abschluss aller noch folgenden Arbeiten haben wir noch zwei Jahre zu tun. Nach Plan wird das im Dezember 2019 der Fall sein.“

Informationen zum Vorhaben 380-kV Höchstspannungsleitung Röhrsdorf – Weida – Remptendorf

50Hertz plant einen Neubau zur Ablösung für die bestehende Freileitung aus dem Jahr 1964 zwischen den Umspannwerken Röhrsdorf (in Sachsen) und Weida bis Remptendorf (in Thüringen). Der Bedarf für eine höhere Übertragungsleistung wurde im Netzentwicklungsplan von 2012 erstmals bestätigt und dann in den Gesetzen zum Bundesbedarfsplan von 2013 und 2015 als Vorhaben Nr. 14 verankert. Durch die verbesserte Stromtragfähigkeit von 2.500 auf 3.600 Ampere je Stromkreis wird die Übertragungsleistung um ca. 40 Prozent gesteigert. Als länderüberschreitendes Netzausbauvorhaben ist die Bundesnetzagentur die zuständige Genehmigungsbehörde. Eine Genehmigung für den Bau wird nicht vor 2022 erwartet.

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