Icon - Instagram

04.12.2014

Erneuerbare, Netze und Klimaschutz: Parlamentarischer Abend von 50Hertz in Berlin

Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister betont Notwendigkeit des Leitungsbaus

Erneuerbare, Netze und Klimaschutz: Parlamentarischer Abend von 50Hertz in Berlin

Berlin (kmr) Nachdem der Entwicklungspfad für erneuerbare Energien mit dem neuen EEG nun klar definiert ist, wird Klimaschutz das beherrschende Thema der kommen Monate und Jahre – Netze aber sind der falsche Ort, um CO2-Einsparungen erreichen zu wollen. Das war das Fazit von Felix Matthes vom Oköinstitut, dem Impulsgeber des Parlamentarischen Abends von 50Hertz am 27. November, zu dem 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in die Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Berlin gekommen waren. Zum Beweis machte Matthes eine einfache Gleichung auf: „Wenn Sie ein europäisches Marktmodell mit dem Gleichstrom-Korridor D und ein Modell ohne den Korridor rechnen, wird jeweils die gleiche Menge an CO2 emittiert“, so Matthes. In diesem Zusammenhang von einer Kohleleitung zu sprechen, sei schlicht eine Denunziation. Keynote-Speaker Christian Pegel, Energieminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern betonte, dass der Leitungsbau dringend notwendig sei, wenn man es mit der Energiewende ernst meine: „Und weil bei uns schon sehr früh mit Bürgermeistern, Landräten und Bürgerinitiativen – also mit allen wichtigen Multiplikatoren – über die geplanten Leitungsvorhaben gesprochen wird, erleben wir auch keinen Protest sondern einen gesunden Dialog.“ Auch unter den Bundestagsabgeordneten, die auf dem Podium mit Andreas Mihm von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung diskutierten, herrschte Einigkeit, dass es ohne Netzausbau nicht geht. Dem Protest der Bevölkerung müsse mit kontinuierlicher Information und geduldigem Austausch begegnet werden – von Seiten der Netzbetreiber aber auch durch die Politik. Für 50Hertz CEO Boris Schucht stand fest: „Ein Gutes hat die aktuelle Debatte definitiv: Der Gesellschaft werden nun die Nebeneffekte der Energiewende immer klarer. Und wenn im Jahr 2016 der nächste Bundesbedarfsplan verabschiedet wird, kann keiner mehr sagen, er habe nicht gewusst, was er da beschließt.“

Weitere Informationen:

Präsentation von Felix Matthes

Bildergalerie der Veranstaltung