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08.06.2018

Netzanschluss Jessen/Nord: Seilzug bei der compactLine beginnt

Drei Besuchergruppen informierten sich über den Baufortschritt

Netzanschluss Jessen/Nord: Seilzug bei der compactLine beginnt Baukontrolleur Peter Bahnemann berichtete über den aktuellen Stand der Bauarbeiten für die compactLine. © 50Hertz

Bei der compactLine geht es nicht nur um ein anderes Design. Im Mittelpunkt der Anstrengungen zu dem Pilotvorhaben steht das Ziel, eine 380-kV-Freileitung in Höhe und Trassenbreite maßgeblich zu verringern. Darüber informierten sich am 5. Juni 2018 drei Besuchergruppen direkt auf der Baustelle am Umspannwerk Jessen/Nord.

Zunächst verschafften sich Vertreter regionaler Institutionen und Medien einen persönlichen Eindruck. Stadt, Landkreis und Landesverwaltungsamt waren ebenso dabei wie Repräsentanten des NABU, der IHK und des Bundesamtes für Naturschutz. Sie konnten beobachten, dass die mit Lichtwellenleitern versehenen Erdseile bereits montiert sind und die später unter hohen Zugkräften gespannten Tragseile nun montiert werden. Arbeiten, die in wenigen Wochen abgeschlossen werden sollen.

Auch Delegationen anderer Netzbetreiber nutzten die Gelegenheit, mit den Kollegen von 50Hertz und der bauausführenden SPIE SAG die technischen Aspekte von Konstruktionen und Bau direkt vor Ort zu erörtern. Ihnen standen RZ-Leiter Uwe Granzow, Projektleiter Mike Wildgrube (beide 50Hertz) und Ingo Kiene (SPIE SAG) als Gesprächspartner zur Seite.

Mit dem Regionalbüro Magdeburg der Dialogplattform Bürgerdialog Stromnetz hatte sich für den Nachmittag eine dritte Besuchergruppe angekündigt. Hier wurde insbesondere die Frage diskutiert, inwieweit optische Merkmale wie Design, Höhe und Breite zu einer besseren Verträglichkeit mit Landschaftsbild und Naturschutz beitragen können. Dazu berichtete Bastian Bohm (50Hertz) davon, wie bereits bei der Technologieentwicklung Einschätzungen verschiedenster Interessengruppen einbezogen wurden. Sozialforscherin Marie Bartels von City Analytics stellte Ansatz und Ergebnisse des begleitenden Dialogprogramms bei der compactLine vor. Auf der Baustelle ermöglichte Baukontrolleur Peter Bahnemann (50Hertz) den Gästen dann einen Blick auf viele Details des Baugeschehens.

Nach Inbetriebnahme der compactLine in der zweiten Jahreshälfte schließt sich eine mindestens einjährige Monitoringphase an. Dabei wird untersucht, wie sich die einzelnen Komponenten als Gesamtsystem im Dauerbetrieb verhalten. Viele Bauteile wurden für die compactLine neu entwickelt. Im Ergebnis wird nicht nur beurteilt, wo optimiert werden kann, sondern auch inwieweit die compactLine als technische Alternative für andere Vorhaben zur Verfügung steht.


Pressekontakt

Dr. Dirk Manthey

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