Icon - Instagram

24.08.2014

Brandenburgs Zwischenbilanz zum Netzausbau

Brandenburgs Zwischenbilanz zum Netzausbau
Der Netzausbau in Brandenburg kommt gut voran. Brandenburgs Wirtschafts- und Eurmopaminister Ralf Christoffers zog am 20. August 2014 zusammen mit 50Hertz und der E.DIS AG Bilanz. Im Höchstspannungsnetz müssen nach dem gültigen Netzentwicklungsplan fünf Freileitungen mit rund 250 Trassenkilometern neu errichtet werden. Davon wurden inzwischen rund 150 Kilometer genehmigt. Von den restlichen 100 Kilometern befinden sich 75 bereits im Genehmigungsverfahren.

"Wir brauchen ein Gesamtkonzept für die weiteren Vorhaben der Energiewende", forderte Brandenburgs Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers. In diesem Konzept solle eine Regulierung enthalten sein, die eine gerechte Verteilung der Netzentgelte sicherstellt. Zusammen mit anderen Ländern will Christoffers weiter auf eine Bundesratsinitiative zur einheitlichen Wälzung der Kosten drängen.

Dr. Yvonne Saßnick, Leiterin Genehmigungen bei 50Hertz, bescheinigte dem Land eine verlässliche Zusammenarbeit bei der Netzplanung. "Seit 2012 jährlich ein Netzentwicklungsplan vorgelegt wird, ist das Maß des notwendigen Netzausbaus nicht gestiegen. Die von Brandenburg vorgelegten Zahlen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien ist solide." In den nächsten zehn Jahren sind fünf Netzausbauprojekte notwendig. Dabei werden fast ausnahmslos bestehende 220-kV-Freileitungen auf 380-kV ausgebaut.

Für den brandenburgischen Verteilnetzbetreiber E.DIS AG bestätigte der Vorstandsvorsitzende Bernd Dubberstein den Ausbautrend bei den Erneuerbaren Energien. "Schon heute kann an zwei von drei Tagen der eingespeiste Grünstrom nicht mehr in unserem Netz verbraucht werden, sondern muss an den Übertragungsnetzbetreiber weitergeleitet werden." Zusätzlich zu den bereits angeschlossenen 4.500 MW liegen der E.DIS AG Planungen für weitere 9.500 MW vor. In den letzten drei Jahren wurden im Verteilnetz Brandenburgs 190 Trassenkilometer im Hochspannungsnetz neu gebaut oder ersetzt.

Mehr lesen