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02.07.2015

2. Abschnitt der Südwest-Kuppelleitung in Betrieb

2. Abschnitt der Südwest-Kuppelleitung in Betrieb
  • Mit Inbetriebnahme des Abschnitts zwischen Erfurt-Vieselbach und Altenfeld weiterer Meilenstein beim Gesamtprojekt erreicht
  • Zahlreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie Ökologisches Schneisenmanagement verringern und kompensieren Natur- und Landschaftseingriffe

Erfurt/Berlin – Der Bau der Südwest-Kuppelleitung („Thüringer Strombrücke“, 380-kV-Leitung von Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt nach Redwitz in Bayern) kommt weiter gut voran. Mit der Inbetriebnahme des zweiten Leitungsabschnitts von Erfurt-Vieselbach nach Altenfeld am heutigen Donnerstag hat 50Hertz eine weitere Hürde bei diesem europäischen Vorrangprojekt genommen. Die Leitung hat heute Mittag um 12 Uhr den Testbetrieb aufgenommen.

Nach den Worten von Dr. Frank Golletz, Technischer Geschäftsführer von 50Hertz, habe man mit der Fertigstellung des 57 Kilometer langen Abschnitts
von der Landeshauptstadt bis in den Thüringer Wald einen Meilenstein beim Gesamtprojekt erreicht: „Gerade das Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie der Bau dieses zweiten Abschnitts der Südwest-Kuppelleitung entlang der A71 und der ICE-Strecke war ein wirklich weiter Weg, bei dem alle Beteiligten – von den Behörden über die Befürworter bis hin zu den Kritikern – einen langen Atem brauchten. Umso mehr freuen wir uns nun über die Inbetriebnahme“, so Golletz. Einige Umplanungen und Umtrassierungen aufgrund von Bürgerhinweisen und weiteren Anregungen aus der Region, die Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen den Planfeststellungsbeschluss Anfang 2012 sowie witterungsbedingte Verzögerungen beim Bau im letzten Winter hatten dafür gesorgt, dass der Bau mehr Zeit in Anspruch nahm als ursprünglich gedacht.

Dennoch habe gerade der konstruktive Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und die daraus resultierenden Umplanungen ein Stück weit zu mehr Verständnis und Akzeptanz in der Bevölkerung beigetragen, betont Frank Golletz. „Und wenn dieser Dialog nun einmal etwas mehr Zeit benötigt, dann muss man sich diese eben nehmen, um den Netzausbau und damit die Energiewende erfolgreich gestalten zu können.“

Ein weiteres Spezifikum bei Planung und Bau dieses Leitungsabschnitts war das sogenannte Ökologische Schneisenmanagement, das erstmals bei einem Freileitungsneubau im Netzgebiet von 50Hertz angewendet wurde und vor allem beim Bau und dem späteren Betrieb bzw. Unterhalt der Trasse möglichst natur- und landschaftsschonende Akzente setzt. Begleitet wurde dies auch durch zahlreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wie beispielsweise Anpflanzungen von mehreren Tausend Bäumen und Sträuchern in der Nähe von Erfurt und Ilmenau, Artenschutzmaßnahmen wie die Bereitstellung von Vogelnistplätzen oder von Quartieren für Fledermäuse und Reptilien sowie wasserbauliche Maßnahmen und den Rückbau von baulichen Anlagen.

Der erste von insgesamt drei Abschnitten zwischen Bad Lauchstädt und Erfurt-Vieselbach wurde bereits im Dezember 2008 in Betrieb genommen. Mit dem heutigen Tag ist der zweite Abschnitt nun ebenfalls unter Strom. Der dritte und letzte Abschnitt zwischen Altenfeld und der Landesgrenze zu Bayern ist derzeit im Bau. Von der Landesgrenze aus führt der Übertragungsnetzbetreiber TenneT die Leitung weiter bis ins nahe gelegene bayerische Redwitz. Die Inbetriebnahme der Südwest-Kuppelleitung ist für das erste Quartal 2016 geplant.

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Pressekontakt

Volker Kamm

Pressesprecher

Volker Kamm
Tel: +49 (0) 30 5150-3417
Fax: +49 (0) 30-5150-2199
E-Mail: volker.kamm@50hertz.com