23.02.2015

Baustart am dritten Abschnitt der Südwest-Kuppelleitung: Maststandorte werden vorbereitet

Nach dem Planfeststellungsbeschluss vom 21. Januar 2015 bereitet 50Hertz jetzt im gesamten Abschnitt die Baustellen für die Errichtung der Mastfundamente vor. Gerade am Umspannwerk Altenfeld ist es wichtig, das Baufeld für die ersten Masten vorzubereiten. Der für das Frühjahr geplante planmäßige Stillstand des PSW Goldisthal muss unbedingt genutzt werden, da es ansonsten zu Einschränkungen der Systemsicherheit in Thüringen kommen könnte. „Das Zeitfenster ist klein, um monatelange Verzögerungen beim Bau zu vermeiden“, sagte die für die Genehmigung verantwortliche Projektleiterin Elke Korn von 50Hertz.

50Hertz erwartet mit Inbetriebnahme der Südwest-Kuppelleitung einen signifikanten Rückgang der durch Transportengpässe entstehenden Kosten für die kommenden Jahre. Die Südwest-Kuppelleitung soll so schnell als möglich ins Netz eingebunden werden um auch die Energieversorgung in Nordbayern abzusichern. Dort geht das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld in diesem Jahr vom Netz.

Seit Anfang Februar 2015 werden in enger Zusammenarbeit mit dem Thüringen Forst die notwendigen Holzfällerarbeiten an den Maststandorten im Thüringer Wald durchgeführt. Unter den künftigen Leiterseilen zwischen den Masten wird nach der Leitungserrichtung das ökologische Schneisenmanagement angewendet. Dabei wird der Bereich unterhalb der Freileitung nicht wie bisher üblich komplett von Baumbewuchs freigehalten, sondern es werden nur Baumbestände entnommen, die in den Sicherheitsbereich der Freileitung hineinwachsen. Zudem werden später gezielt langsam und niedriger wachsende Arten zugepflanzt, um Artenreichtum und einen abwechslungsreichen Waldsaum zu schaffen.

Vor dem Baustart in den vier Landkreisen Sonneberg, Saalfeld-Rudolstadt, Hildburghausen und Ilmkreis hatte 50Hertz die Fachbehörden zu Bauanlaufberatungen vor Ort eingeladen. Lediglich mit der unteren Wasserbehörde des Ilmkreises kam bislang noch kein Termin zustande.

Für die rund 25 Kilometer lange Freileitung von dem Umspannwerk Altenfeld bis zur Landesgrenze werden insgesamt 77 Masten errichtet. Zwischen Altenfeld und dem Pumpspeicherwerk Goldisthal werden die neuen Masten parallel zu der bereits bestehenden Anbindung des Pumpspeicherwerkes gebaut. An rund einem Drittel der Maststandorte konnte die Baufreiheit seit Baubeginn hergestellt werden.

Weitere Meldungen lesen

Weitere Meldungen lesen