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23.06.2014

Wissenschaftlicher Austausch über den Bedarf der Gleichstrompassage Süd-Ost der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH)

Am 26. Mai 2014 lud die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) zu einem wissenschaftlichen Austausch zum Bedarf der Gleichstrompassage Süd-Ost in die Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund in Berlin ein. Gastgeber und Moderator des Austauschs war Dr. Peter Ahmels, Leiter Energie und Klimaschutz der Deutsche Umwelthilfe. Neben Prof. Christian von Hirschhausen, TU Berlin, und Prof. Lorenz Jarass, Hochschule RheinMain Wiesbaden, waren Dr. Felix Matthes, Öko-Institut e.V., Prof. Armin Schnettler, RWTH Aachen, Dr. Michael Ritzau, BET GmbH Aachen, und Dr. Thomas Ackermann, Energynautics GmbH in der Diskussion zum Bedarf und Nutzen der Gleichstrompassage Süd-Ost, die im Netzentwicklungsplan als Korridor D benannt ist, anwesend.

In der Diskussion, die in Gänze über die DUH-Website (www.duh.de) zu sehen ist, sprach Dr. Thomas Ackermann über eine Studie, die Energynautics für Greenpeace zum Thema angefertigt hat. Greenpeace hatte dazu die Vorgabe für ein Scenario gemacht, bei dem der Anteil Erneuerbarer für Deutschland mit 154 Gigawatt (GW), und damit höher, als im Netzentwicklungsplan, beziffert wurde. Der Anteil an Kohlestrom wurde dagegen, als massiv gesenkt, mit nur sieben GW (Braunkohle zwei GW, Steinkohle fünf GW) in ganz Deutschland angenommen. Demnach würde die Gleichstrompassage Süd-Ost mit fünf GW gebraucht (Aufzeichnung Teil 3). Dr. Felix Matthes vom Öko-Institut sagte: „…Wer glaubt, über Netzengpässe die Braunkohlefrage zu lösen, der sagt aus meiner Sicht den Leuten nicht die Wahrheit. … (Aufzeichnung Teil 4)

Die spannende Diskussion, an der auch Vertreter und Vertreterinnen der Bundesnetzagentur (BNetzA), Amprion und 50Hertz teilnahmen, entwickelte sich von der Bedarfsfrage über den Netzausbau bis zur Anwendung von Methoden und der Transparenz des gesamten Prozesses. So erklärte Dr. Michael Ritzau vom BET Aachen, dass in zehn Jahren ein Versorgungsengpass von mehr als sechs Stunden täglich entstünde, würde das Netz jetzt nicht ausgebaut (Aufzeichnung Teil 4). Und Prof. Armin Schnettler von der RWTH Aachen resümiert, dass er seit 2012 den Netzentwicklungsplan (NEP) sehr intensiv begleitet und es weltweit keine vergleichbare Transparenz und Qualität in einem solchen Prozess gäbe. Und dass die ganze Welt schaut, wie Deutschland so eine Energiewende angeht (Aufzeichnung Teil 5).

Alles sehen: www.duh.de