01.04.2014

50Hertz sammelt weitere Hinweise aus den Regionen

Den offiziellen Antrag für das Genehmigungsverfahren der Gleichstrompassage Süd-Ost werden 50Hertz und Amprion voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte stellen. Damit ergibt sich die Möglichkeit für die Kreise, Städte und Gemeinden noch vor Antragstellung weitere Hinweise zu geben. Beide Unternehmen wollen sich darüber hinaus zwei aktuellen Fragen zuwenden, die sich nach der Veröffentlichung der Korridor-Alternativen ergeben haben: der Notwendigkeit des Netzausbaus und dem Vorschlag zu einer weiteren Korridoralternative.

Mit dem neuen Netzentwicklungsplan 2014, der im April diesen Jahres von den vier Übertragungsnetzbetreibern vorgelegt wird, ergibt sich die Möglichkeit, den Übertragungsbedarf auch unter Berücksichtigung des Koalitionsvertrages und der geplanten EEG-Reform noch einmal zu untersuchen. Darüber hinaus wurde von der Landesregierung aus Thüringen eine alternative Korridorführung ins Gespräch gebracht.

Für beide Themen werden sich die Unternehmen die notwendige Zeit nehmen, die vorliegenden Planungsdaten dazu aufzubereiten. „Es gibt keinen Zeitdruck und schon gar nicht die Absicht, vollendete Tatsachen zu schaffen“, versichert Dirk Manthey von der Projektkommunikation. „Wir werden die Ergebnisse beider Untersuchungen nach Abschluss bekannt machen und die Zwischenzeit dazu nutzen, weiter über das Vorhaben zu informieren.“

Ursprünglich war vorgesehen, den Antrag nach § 6 NABEG (Netzausbaubeschleunigungsgesetz) an die Bundesnetzagentur im ersten Quartal zu stellen. Das NABEG sieht als ersten formalen Schritt dann eine öffentliche Antragskonferenz vor, zu der die Bundesnetzagentur einlädt.