02.05.2014

Diskussion mit Anwohnern aus Selsendorf

Die Einwohner aus Selsendorf sprechen sich für eine Erdverkabelung im Raum Schalkau aus. Bei einer Diskussion mit den Anwohnern am 23. April 2014 im Rathaus Schalkau machten sie deutlich, dass die "Variante 4 Süd" aus der von 50Hertz vorgelegten Kabelstudie aus ihrer Sicht die beste Lösung für die Leitungsführung Richtung Bayern sei. Weitere Diskussionspunkte betrafen den möglichen Standort für das geplante Umspannwerk und die Notwendigkeit des Stromtransportes nach Bayern.

Bei einer Diskussion mit den Anwohnern am 23. April 2014 im Rathaus Schalkau machten sie deutlich, dass die "Variante 4 Süd" aus der von 50Hertz vorgelegten Kabelstudie aus ihrer Sicht die beste Lösung für die Leitungsführung Richtung Bayern sei. Weitere Diskussionspunkte betrafen den möglichen Standort für das geplante Umspannwerk und die Notwendigkeit des Stromtransportes nach Bayern.

Die Gesprächsrunde fand auf Einladung der Schalkauer Bürgermeisterin Ute Hopf ab 19 Uhr im Rathaus Schalkau statt. Selsendorf liegt südlich von Schalkau und damit im Einzugsbereich möglicher Standorte für ein neues Umspannwerk sowie der geplanten Leitungsführung Richtung Landesgrenze. Von einer Teilerdverkabelung versprechen sich die Selsendorfer eine geringere Belastung hinsichtlich Landschaftsbild und elektrischer Felder, aber auch eine deutliche Schonung einiger privater Waldbestände.

Das 50Hertz-Team um Projektleiterin Elke Korn nahm auch Stellung zu der aufgeworfenen Frage einer Notwendigkeit des Stromtransportes nach Bayern. Die Idee einer lokal oder regional autarken Versorgung in Südthüringen oder auch Bayern sei zwar sehr populär aber auch genauso illusorisch, betonte der Verantwortliche Projektkommunikation bei 50Hertz, Dirk Manthey. Bayern werde mindestens für die nächsten zehn Jahre bis zu ein Drittel seines Strombedarfs durch Importe aus Nordostdeutschland decken müssen.

Ein Umspannwerk Schalkau wollten die 25 Anwesenden im Fall des Bedarfs am liebsten auf dem Galgenberg errichten. 50Hertz hatte diesen von der Stadt Schalkau ins Gespräch gebrachten Standort untersucht und in einer Machbarkeitsstudie als nur eingeschränkt realisierbar eingestuft. Der Technische Verantwortliche Martin Heumüller machte deutlich, dass erst in ungefähr zwei Jahren mit einer endgültigen Entscheidung über den Bedarf und den Standort des Umspannwerkes zu rechnen sei.

Projektleiterin Elke Korn betonte, dass das Gespräch keinen Einfluss mehr auf die Anfang Mai zur Erörterung stehenden Antragsunterlagen haben könne. Dies sei aber für die dort vertretenen Selsendorfer Bürgerinnen und Bürger eine Gelegenheit, diesen in der Diskussion deutlich herausgearbeiteten Standpunkt noch einmal vorzubringen. Dieser Standpunkt sei aus der Diskussion jetzt klarer zum Ausdruck gekommen als in den einzelnen schriftlichen Einwendungen.