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06.11.2015

Kooperationsvertrag „Hansa PowerBridge“

Mit der „Hansa PowerBridge“ ist weiterer Interkonnektor über die Ostsee in Planung

Kooperationsvertrag „Hansa PowerBridge“
Ein neues Gleichstrom-Seekabel auf Höchstspannungsebene soll das schwedische und das deutsche Stromnetz enger miteinander verknüpfen. Details zur sogenannten „Hansa PowerBridge“ regelt ein Kooperationsvertrag, den die Übertragungsnetzbetreiber Svenska kraftnät und 50Hertz am Freitag in Berlin unterzeichnet haben.

Nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung im März 2014 leiten die Projektpartner nun die konkrete Planungsphase ein.

„Das Projekt ist ein wichtiger Schritt hin zu einem einzigen europäischen Strommarkt. Es verbessert die Versorgungssicherheit und erlaubt einen noch effizienteren Einsatz der regenerativen Erzeugungskapazitäten über Ländergrenzen hinweg. Davon profitiert neben den schwedischen und den deutschen Stromkunden auch ganz Europa“, benennt der Präsident und Chief Executive Officer von Svenska kraftnät, Mikael Odenberg, die Vorteile.

Im Vorfeld der Unterzeichnung hatten Machbarkeitsstudien den konkreten Nutzen für beide Länder und Europa belegt. Danach profitiert der schwedische Markt unter anderem von überschüssigem Windstrom aus dem Nordosten Deutschlands. Umgekehrt kann bei Flaute Strom aus schwedischen Wasserkraftwerken ins deutsche Stromnetz fließen.

„Mit dem heute unterzeichneten Kooperationsvertrag erreichen wir einen wichtigen Meilenstein für ein Projekt mit besten Perspektiven: Mit der ‚Hansa PowerBridge‘ kann eine gut regelbare Langstreckenverbindung von Skandinavien über den Nordosten bis in den Süden Deutschlands entstehen – und dabei Deutschlands wie Europas Energiewende hin zu mehr erneuerbarer Stromerzeugung unterstützen“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung von 50Hertz, Boris Schucht.

Der rund 300 Kilometer lange Interkonnektor soll voraussichtlich Güstrow im deutschen Mecklenburg-Vorpommern mit einem Netzverknüpfungspunkt in Südschweden verbinden. Bis zum Jahr 2025 soll eine Übertragungskapazität von 700 MW geschaffen werden. Eine zukünftige Kapazitätserweiterung der Verbindung wird in Betracht gezogen.

Pressemitteilung als PDF-Datei