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22.05.2014

Reges Bürgerinteresse beim 50Hertz-Infomarkt im Rathaus Birkenwerder

Reges Bürgerinteresse beim 50Hertz-Infomarkt im Rathaus Birkenwerder
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben sich beim 50Hertz-Infomarkt am 22. Mai 2014 im Rathaus über den östlichen Abschnitt des 380-kV-Nordrings informiert. Für das Teilstück zwischen dem Umspannwerk Neuenhagen und dem Oder-Havel-Kanal bei Birkenwerder beginnt in Kürze das Planfeststellungsverfahren. Anlass für 50Hertz, den Betroffenen erneut im Dialog fachliche Informationen zur Verfügung zu stellen und offene Fragen zu diskutieren.

An mehreren Ständen im Rathaussaal konnten sich die Besucherinnen und Besucher über den geplanten Verlauf der Stromtrasse, den Stand der Technik bei Freileitungen und Erdkabeln, elektrische und magnetische Felder und Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Natur informieren. Experten und Expertinnen von 50Hertz waren vor Ort, um die Fragen umfassend und verständlich zu beantworten. Anwesend waren auch Vertreter des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe, des Wirtschaftsministeriums und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Begrüßt wurden die Gäste von Bauamtsleiter Jens Kruse. Er sagte: „Wir brauchen Strom und er muss von A nach B gelangen. Wenn wir bei solchen Infrastrukturprojekten erfolgreich sein wollen müssen wir die Bürger umfassend informieren.“

Innerörtlicher Trassenverlauf im Fokus

Die Gemeinde Birkenwerder ist ein vieldiskutierter Punkt im gesamten Trassenverlauf. Die neue Freileitung soll aufgrund des Ausbaus der parallel verlaufenden Berliner Autobahn 10 um rund 15 Meter gegenüber der jetzigen 220 kV-Leitung verlegt werden. Daher kamen insbesondere Anwohnerinnen und Anwohner aus den betroffenen Wohngebieten in den Rathaussaal, um sich über die konkreten Auswirkungen auf ihre Wohn-und Lebenssituation zu informieren. Auch Peter Kleffmann von der Bürgerinitiative A10-Nord war zu Gast ließ sich einzelne Planungsdetails noch einmal erläutern.

Projektleiter Sven Riedel erklärte anhand von Karten und Planungsunterlagen, wo genau die neuen Strommasten aufgestellt werden sollen. Er erläuterte, dass sie mit rund 80 Meter Gesamthöhe etwa 25 Meter höher sein werden als die bisherigen Maste. Die 110-kV-Stromleitung der Deutschen Bahn wird wieder auf der untersten Traverse mitgeführt werden.

Erdkabel vom Gesetzgeber nicht vorgesehen

„So viel ändert sich für uns persönlich nicht“, sagte ein Anwohner nach dem Gespräch. Gleichwohl blieben Fragen im Hinblick auf eine erhöhte Geräuschentwicklung und stärkere elektrische und magnetische Felder. Bei bestimmten Wetterlagen, berichtete eine Bewohnerin, sei die Geräuschentwicklung bereits jetzt sehr deutlich. Daher stellten Besucher wiederholt die Frage, ob Erdkabel zumindest im örtlichen Trassenverlauf eine Alternative zur Freileitung sein könnten. Die bei 50Hertz für Leitungsgenehmigungen zuständige Fachprojektleiterin Elke Brennenstuhl erläuterte, dass die Übertragungs-Netzbetreiber in dieser Frage an die Vorgaben des Gesetzgebers und des Bundesnetzplanes gebunden seien. Dieser sehe bundesweit nur vier Pilotprojekte für Erdkabel vor – und der 380-kV-Nordring gehöre nicht dazu.

Pressekontakt

Dr. Dirk Manthey

Öffentlichkeitsbeteiligung

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