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29.10.2015

Unternehmensanleihen über 890 Millionen Euro emittiert - Investitionsprogramm von 50Hertz kommt voran

Berlin – Die Eurogrid GmbH, Muttergesellschaft des für den Norden und Osten Deutschlands zuständigen Stromübertragungsnetzbetreibers 50Hertz, hat am 27.Oktober eine Unternehmensanleihe in Höhe von 750 Millionen Euro mit acht Jahren Laufzeit und einem Kupon von 1,625 % sowie eine weitere in Höhe von 140 Millionen Euro mit 15 Jahren Laufzeit und einem Kupon von 2,625 % aufgelegt. Die Emissionen erfolgten über die Luxemburger Börse, wo beide Anleihen in Zukunft auch gehandelt werden. Damit stellt diese Finanztransaktion die größte der Unternehmensgeschichte von 50Hertz bzw. Eurogrid dar. Die Anleihen wurden mit Unterstützung von vier Kernbanken der Unternehmensgruppe, der BNP Paribas, ING, MUFG und UniCredit Bank, bei Investoren aus mehr als 25 Ländern platziert.

„Diese Transaktion, über deren Erfolg wir uns sehr freuen, liefert einen elementaren Beitrag zur Unternehmensfinanzierung. Sie ist zudem bemerkenswert, da die 15-jährige Tranche die erste Unternehmensanleihe in Europa seit mehreren Monaten mit solch langer Laufzeit ist und das Orderbuch bei der achtjährigen Laufzeit mit über 200 Orders und einem Volumen von mehr als 3,4 Milliarden Euro deutlich die Erwartung übertraf. Beides ist ein guter Indikator für unsere jahrelange, intensive Kommunikation mit dem Kapitalmarkt und das erarbeitete Vertrauen der Finanzinvestoren in unsere Unternehmensgruppe“, betont Marco Nix, seit dem 1. Juli Geschäftsführer Finanzen bei 50Hertz.

Das Unternehmen plant in den kommenden zehn Jahren Investitionen von über fünf Milliarden Euro. Das Geld fließt in die Entwicklung des Übertragungsnetzes einschließlich der Anbindung von Offshore Windparks in der Ostsee. Nach den Worten von Marco Nix deuten die signifikanten Fortschritte beim Netzausbau in diesem Jahr auf eine Rekordinvestitionssumme hin: „Mit dem weiter voran schreitenden Bau der Südwest-Kuppelleitung, der Netzanbindung des Offshore Windparks EnBW Baltic 2 sowie diverser Aktivitäten beim Neu- und Umbau von Umspannwerken und Stromleitungen haben wir unsere ohnehin hohe Investitionstätigkeit der letzten Jahre noch einmal deutlich nach oben geschraubt. Angesichts der weiter wachsenden Mengen an erneuerbaren Energien, die es sicher ins Netz zu integrieren gilt, und dem absehbar größer werdenden Strombedarf in Süddeutschland infolge des Kernkraftwerksausstiegs ist der Netzausbau auch dringend nötig. Zudem steuern wir in diesem Jahr auf noch nie da gewesene Kosten zum Engpassmanagement und zur Systemstabilisierung von rund 200 bis 300 Millionen Euro nur im Netzgebiet von 50Hertz zu. Diese jährlich anfallenden Kosten gehen zu Lasten des Verbrauchers – und zwar nur deshalb, weil die Netze noch nicht hinreichend ausgebaut sind. Dass dies volkswirtschaftlich keinen Sinn macht, liegt auf der Hand. Netzausbau ist deshalb der volkswirtschaftlich effizienteste Weg, die Energiewende erfolgreich umzusetzen“, so der 50Hertz-Finanzchef.

Pressemitteilung als pdf-Datei