04.11.2014

Verändertes EEG erfordert Anpassungen bei Gleichstrompassage

Die Übertragungsnetzbetreiber haben heute den zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans 2014 an die Bundesnetzagentur zur Prüfung übermittelt. Verglichen mit dem ersten Entwurf von diesem Frühjahr enthält die aktuelle Fassung einige Änderungen. Diese Änderungen ergeben sich vor allem aus erwarteten regionalen Verschiebungen im Ausbau der erneuerbaren Energien.

Eine dieser Änderungen betrifft die Start- und Endpunkte des Korridors D, der wiederum die Planungsgrundlage für die Gleichstrompassage Süd-Ost darstellt:

  • Innerhalb Sachsen-Anhalts soll die Gleichstrom-Verbindung nun statt in Bad Lauchstädt im nördlicher gelegenen Wolmirstedt beginnen. Grund ist eine Verlagerung des Windkraftausbaus in den Nordosten Deutschlands.
  • Der südliche Netzverknüpfungspunkt verschiebt sich von Meitingen nach Gundremmingen. Unter anderem bestehen hier bessere örtliche Bedingungen für den Konverter, der die Gleichstromleitung mit dem Wechselstromnetz verbindet.

Grundsätzlich bestätigt die Neuberechnung jedoch den Übertragungsbedarf vom windreichen Norden Deutschlands in den Süden, wo durch den Kernenergieausstieg bis 2022 rund 8 Gigawatt Erzeugungsleistung vom Netz gehen. Entsprechend ermitteln die Übertragungsnetzbetreiber für den Korridor D für 2024 weiterhin einen Übertragungsbedarf von zwei Gigawatt.

Diese, wie auch weitere Änderungen an Gleich- wie Wechselstromverbindungen, werden in den kommenden Monaten durch die Bundesnetzagentur intensiv geprüft und erneut öffentlich konsultiert. Die schlussendlich bestätigten Leitungsbaubedarfe wiederum können dann einfließen in ein neues Bundesbedarfsplangesetz. Dies schafft den Rechtsrahmen für besonders wichtige, Bundesländer übergreifende Leitungsbauvorhaben.

Diese, wie auch alle weiteren Änderungen sind im 2. Entwurf des NEP 2014 ausführlich erläutert. Das Dokument steht zum Herunterladen bereit unter www.netzentwicklungsplan.de.