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19.11.2013

Bürgerinitiative A10-Nord besucht 380-kV-Diagonalverbindung

Bürgerinitiative A10-Nord besucht 380-kV-Diagonalverbindung
Eine realistische Einschätzung über den Einsatz von Kabeltechnik – daran haben die Bürgerinitiative A10-Nord aus Birkenwerder und Hohen-Neuendorf sowie 50Hertz ein gemeinsames Interesse. Darum lud 50Hertz Vertreter der Bürgerinitiative am 6. November 2013 zu einem Roundtable in das UW Friedrichshain ein. Im Mittelpunkt stand ein Besuch in Berlins 380-kV-Diagonalverbindung. Mit dem 8 Kilometer langen Tunnelbau hat 50Hertz 2000 die energietechnische Wiedervereinigung der Stadt realisiert.

Die Bürgerinitiative wirbt mit einer besonderen technischen Lösung im Raum Birkenwerker. Die Autobahn, so die Vorstellung könne aus Lärmschutzgründen eingehaust werden, auf dem Dach mit Photovoltaik Strom produziert und die Höchstspannungsleitung dann als Kabel in die Seitenwand integriert werden. Eine Machbarkeitsstudie, so BI-Sprecher Kleffmann, solle prüfen, ob diese Idee technisch realisierbar ist.

Projektleiter Sven Riedel machte klar, dass wesentliche rechtliche Gründe ausschlaggebend dafür seien, dass 50Hertz für das Projekt 380-kV Nordring Berlin eine Freileitung beantragen werde. Nicht nur technische Machbarkeit, sondern auch der rechtliche Rahmen der geltenden Bundesgesetze lasse keine andere Möglichkeit zu. Zu den technischen Möglichkeiten und auch Restriktionen, die die Kabeltechnik bei Höchstspannungsleitungen begleiten, sei 50Hertz bereit seine Informationen zu teilen. Sven Riedel: „Wir können die BI nur loben für die Kreativität und die Lösungsorientierung, mit der sie sich für Ihre Stadt engagiert.“

50Hertz und Bürgerinitiative vereinbarten, den bestehenden Kontakt in den nächsten Monaten nach Möglichkeit zu verstetigen. Peter Kleffmann sagte zu, 50Hertz über Fortschritte bei einer Machbarkeitsstudie auf dem Laufenden zu halten. Die Bürgerinitiative soll frühzeitig über den Planfeststellungsantrag direkt informiert werden.