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24.06.2013

Antiker Fund bei Baumaßnahmen der 380-kV-Freileitung zwischen den Umspannwerken Vierraden und Krajnik

Antiker Fund bei Baumaßnahmen der 380-kV-Freileitung zwischen den Umspannwerken Vierraden und Krajnik
Keramik zum Kochen und Knochen von Hausschweinen aus der Zeit kurz nach Christi Geburt: Dieser überraschende Fund kam bei Baumaßnahmen in der Nähe Vierraden in Brandenburg zu Tage.

50Hertz errichtet zwischen den Umspannwerken Vierraden und Krajnik in Polen eine 2,8-km lange 380-kV-Freileitung. Für den Bau wird das Fundament des letzten Mastes der bestehenden Freileitung 220-kV (Mast 58) saniert. Bei diesen Sanierungsarbeiten stieß das 50Hertz-Team um Projektleiter Sven Riedel auf die wertvollen Relikte.

Zwar beauftragte er nach Plangenehmigung eine Archäologische Baubegleitung, hat jedoch nicht damit gerechnet: „Die Oberflächen sind weitestgehend archäologisch erforscht. Als wir den Mast sanierten, entdeckten wir in der Sandschicht Stücke von Keramik“, so Riedel. Daraufhin gruben der Archäologe Ulrich Wiegmann und sein Team vier Tage lang nach weiteren Beständen und fanden in der unterliegenden Sandschicht Knochen von Hausschweinen und Keramik aus der Zeit kurz nach Christi Geburt. Neben einem Spinnwirtel, der zur Fadenherstellung genutzt wurde, haben die Archäologen einen Schaber aus Silex (Silikatgestein) entdeckt. Alle Funde wurden dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege übergeben, wo sie exakt datiert und kartiert werden.

Im Frühjahr 2013 begannen die die Bauarbeiten zu der neuen 380-kV-Freileitung zwischen Vierraden und dem Krajnik. Dadurch wird die Strom-Übertragungskapazität erhöht und die Versorgungssicherheit in der Region sichergestellt. Im Herbst 2013 soll die neue Leitung in Betrieb genommen werden.