05.06.2013

Baustart Neubau der 380-kV-Leitung Bärwalde – Schmölln

Baustart Neubau der 380-kV-Leitung Bärwalde – Schmölln
An den ersten Maststandorten werden derzeit die Fundamente der 380-kV-Neubauleitung Bärwalde – Schmölln errichtet. Anfang August 2013 haben die ersten Baumaßnahmen begonnen. Neben der Errichtung der Fundamente und der Masten werden die Leiterseile für das erste System bis Ende Oktober 2013 installiert. Im Rahmen der Baumaßnahmen werden zum Schutz von Amphibien für ausgewiesene Maststandorte Schutzzäune aufgestellt und täglich kontrolliert. Nach dem Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion vom 15. Februar 2013 gab es im April 2013 zur Vorbereitung der Arbeiten bereits eine Bauanlaufberatung mit den zuständigen Baufirmen und den Trägern öffentlicher Belange in Panschwitz.

Mit dem Ausbau erreicht 50Hertz eine Erhöhung der Transportkapazität in den Südosten Deutschlands. Da die vorhandene Leitung im laufenden Netzbetrieb benötigt wird, wird sie halbseitig abgeschaltet. Dann werden Seile und Traversen zurück- und umgebaut. Auf dieser freigeschalteten Seite der vorhandenen Leitung werden die neuen Maste errichtet und halbseitig mit Traversen und Beseilung ausgerüstet. Von Oktober 2013 bis April 2014 muss die Leitung wegen sehr hoher EEG Einspeisung beidseitig betrieben werden. In der Weiterführung der Baumaßnahme ab April 2014 wird die Altleitung und deren Fundamente komplett abgebaut und die zweite Seite der neuen Leitung ausgerüstet und in Betrieb genommen. „Diese Montagetechnologie des einsystemigen Betriebs bei einem Achsenstand von der Alt- zur Neubauleitung von nur zehn Metern ist für uns eine Premiere und besondere Herausforderung“, weiß Projektleiter Martin Heumüller. Durch dieses Vorgehen kann sehr nah an der bestehenden Leitung gearbeitet und gebaut werden. Die gesamte Bauzeit wird sich über zwei Jahre erstrecken. Durch Optimierung der Mastneuausteilung konnte die Anzahl an Masten von 108 auf 106 reduziert werden.