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08.01.2013

Informationsveranstaltung zur geplanten „380-kV Freileitung 3. Interconnector“ zwischen Eisenhüttenstadt und Plewiska in Polen

Eisenhüttenstadt – Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz plant, das europäische Stromübertragungsnetz zwischen Deutschland und Polen zu verstärken. Dazu soll zwischen den Umspannwerken Eisenhüttenstadt auf deutscher und Plewiska auf polnischer Seite eine neue Freileitung gebaut werden. Als erster Schritt des Planungsprozesses beginnt am 14. Januar 2013 das sogenannte Raumordnungsverfahren mit der öffentlichen Auslegung der Unterlagen.

Zur Information der Bürger aus Eisenhüttenstadt sowie den Ämtern Schlaubetal und Brieskow-Finkenheerd laden Stadtverwaltung Eisenhüttenstadt und die zuständige Raumordnungsbehörde des Landes Brandenburg, die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin Brandenburg, für den 24. Januar 2013 zu einer Informationsveranstaltung ein. Sie beginnt um 18 Uhr im Stadtverordnetensaal des Rathauses Eisenhüttenstadt.

Die Planungs- und Genehmigungsverfahren werden mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Der deutsche Teil des Vorhabens wird vom nord-ostdeutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz aus Berlin geplant und umgesetzt. Im Rahmen der „Raumordnung“ sucht 50Hertz als Vorhabenträger unter Federführung der Raumordnungsbehörde nach einem geeigneten Korridor für die Trassenführung. 50Hertz-Projektleiter Bernhard Segbers: „Ziel ist es, die Beeinträchtigungen von Raum und Landschaft möglichst gering zu halten und andere Raumnutzungen möglichst wenig zu beeinträchtigen.“

Die Informationsveranstaltung am 24. Januar 2013 und die öffentliche Auslegung der Unterlagen dienen dazu, unterschiedliche Nutzungen des betroffenen Gebietes zwischen Eisenhüttenstadt und Landesgrenze abzustimmen und miteinander in Einklang zu bringen. Dabei wird die Raumordnungsbehörde (Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg, kurz GL) über den formalen Ablauf des Verfahrens informieren. 50Hertz wird das Vorhaben vorstellen und auch die Verfahrensunterlagen, die für die Raumordnung erarbeitet wurden, erläutern. Die Planungsunterlagen können vor Ort eingesehen und im Dialog mit Mitarbeiterin-nen und Mitarbeitern von GL und 50Hertz erläutert werden.

Der Trassenkorridor zwischen dem Umspannwerk Eisenhüttenstadt und einem noch zu bestimmendem Übergabepunkt an der deutsch-polnischen Grenze wird je nach zu wählender Variante zwischen fünf bis zehn Kilometer lang sein. Das Umspannwerk Eisenhüttenstadt ist an die Höchstspannungsleitung zwischen den Umspannwerken Preilack (Landkreis Spree-Neiße) und Neuenhagen (bei Berlin) eingebunden. Dieser Netzanschluss muss im Rahmen des Projektes auf einer Länge von ca. sieben Kilometern verstärkt werden, um die künftige europäische Verbindungsleitung optimal betreiben zu können.

50Hertz geht derzeit davon aus, dass das Raumordnungsverfahren bis in das Jahr 2014 dauern kann. Danach beginnt 50Hertz mit der konkreten Trassenplanung und bereitet das eigentliche Genehmigungsverfahren vor: das Planfeststellungsverfahren. Das Verfahren muss immer eng mit dem Projektfortschritt auf polnischer Seite abgestimmt werden.

Der Ausbau der internationalen Leitungsverbindungen ist erklärtes Ziel der europäischen Politik. Das Projekt 3. Interconnector ist darum ein Europäisches Vorrangprojekt. Der Bundestag hat das Projekt 2009 mit dem Energieleitungsaus-baugesetz (EnLAG) zu einem Vorhaben mit vordringlichem Bedarf erklärt. Der 3. Interconnector ist auch Bestandteil des nationalen Netzentwicklungsplans aus dem Jahr 2012, der vom Bundeskabinett kürzlich als Bundesbedarfsplan verabschiedet wurde und jetzt dem Bundestag zur Entscheidung vorliegt.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es auch im Internet unter www.50hertz.com/netzausbau. Unter dem Stichwort „3. Interconnector“ können Interessierte laufend aktuelle Informationen einsehen.

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Pressekontakt

Dr. Dirk Manthey

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