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09.04.2018

Offshore-Umspannwerk Arkona erfolgreich in der Ostsee installiert

Gemeinsam genutzte Plattform bietet hohe Versorgungssicherheit und Kostensenkungen für Windparkbetreiber, Übertragungsnetzbetreiber und Konsumenten

Offshore-Umspannwerk Arkona erfolgreich in der Ostsee installiert Das Offshore-Umspannwerk „Arkona“ wird von Schwerlast-Kranschiff Oleg Strashnov auf sein Tragwerk (Jacket) gesetzt. Foto: 50Hertz/Christian Brehm

Sassnitz (cb) Mit dem "Heavy Lift" des Offshore-Umspannwerks "Arkona" erfolgte am Sonntagabend (8. April 2018) wie geplant ein weiterer wesentlicher Meilenstein im 50Hertz-Projekt Ostwind 1. In der Ostsee, 42 Kilometer nordöstlich von Rügen im Cluster Westlich Adlergrund, wurde die zweite der beiden Umspannplattformen installiert. 20 Monate nachdem in der Werft die erste Schweißnaht an der Plattform gesetzt worden war, gaben Wetterdienst, Versicherer und der Kapitän der Oleg Strashnov grünes Licht für das Heben der Topside. Dr. Henrich Quick, Leiter Projekt Offshore bei 50Hertz sagte dazu, dass die gemeinsam mit E.ON genutzte Plattform hohe Versorgungssicherheit und Kostensenkungen für Windparkbetreiber, Übertragungsnetzbetreiber und die deutsche Konsumenten zugleich gewährleistet. Kostensenkung und Versorgungssicherheit konnten nur erreicht werden, weil sich der Übertragungsnetzbetreiber die Plattform gemeinsam mit dem Windpark teilen, so Dr. Quick weiter. Die nun errichtete Umspannplattform gehört zum Offshore-Windpark Arkona, der von E.ON und Statoil betrieben werden. Am 8. April 2018 hat das Schwerlast-Kranschiff "Oleg Strashnov" die Topside des Offshore-Umspannwerks Arkona auf das im Meer verankerte Tragwerk (Jacket) gehoben.

In den nächsten Monaten wird die Topside für den späteren Betrieb von E.ON und 50Hertz weiter ausgerüstet, getestet und die erforderlichen Inbetriebnahmen durchgeführt. Dabei stehen unter anderem die Einzüge der 50Hertz-Seekabel an, mit denen der Windpark an das deutsche Höchstspannungsnetz angebunden werden soll. Die Seekabel auf der Spannungsebene von 220 Kilovolt werden gemäß Offshore-Netzentwicklungsplan ab Ende 2019 grüne Energie ins Deutsche Stromnetz einspeisen. In den vergangenen Tagen hatten Schleppverbände Plattform und Jacket vom rund 2.500 Kilometer entfernten Saint-Nazaire in die Ostsee ins Cluster Westlich Adlergrund manövriert. Bevor die Topside installiert werden konnte, hatte die Oleg Strashnov das Jacket der Umspannplattform im Meer in 27 Meter Wassertiefe verankert.

Die Plattform Arkona bildet später das Herzstück des von E.ON/Statoil betriebenen Offshore-Windparks Arkona. Der Windpark Arkona und der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz werden die Plattform gemeinsam nutzen. Die erneuerbare Energie der einzelnen Windturbinen wird dort gebündelt und per 220-Kilovolt-Seekabel zum Festland ins Umspannwerk Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern transportiert. Arkona wird über eine Leistung von 385 Megawatt (MW) verfügen und kann rechnerisch etwa 400.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen.


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