04.09.2014

50Hertz-Sicherheitskonferenz: Mehr Kooperation und innovative Ansätze für den Erhalt der Sicherheit im elektrischen System nötig

Magdeburg/Berlin – Im Rahmen der 7. Sicherheitskonferenz des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz sind gestern und heute rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Stromerzeugung, Stromübertragung und Stromverteilung sowie Repräsentanten von Universitäten, Verbänden, Behörden und Beratungsunternehmen in Magdeburg zusammen gekommen, um über die heutige und künftige Sicherheit der Elektrizitätsversorgung zu diskutieren.

Die Sicherheit des elektrischen Systems wird durch unterschiedlichste Ereignisse auf die Probe gestellt: Ob Wetteranomalien, Cyberattacken oder einfach nur zu viel oder zu wenig Strom – mit all diesen Vorkommnissen müssen die Stromnetze schon heute fertig werden. Dass Netzbetreiber aber in Zukunft noch enger und koordinierter arbeiten müssen, darüber waren sich die Teilnehmer der Systemsicherheitskonferenz einig. Auf der Tagesordnung standen zum Beispiel Fragen des Systembetriebs und die Potentiale der zukünftigen Gleichstromleitungen und Phasenschieber-Transformatoren, aber auch Krisenprävention und Gefahrenabwehr – von Cyber Security bis hin zu Unwettereinflüssen. Einen weiteren Schwerpunkt der Konferenz bildete ein Ausblick auf die „Systemführung 2030“ vor dem Hintergrund der Energiewende. Hier ging es unter anderem um neue Optimierungsmöglichkeiten beim Redispatch und Einspeisemanagement, um neue Simulations- und Trainingstools sowie ein neues Kooperationsverständnis zwischen Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern. Auch die besondere Rolle der Wissenschaft wurde adressiert. In einer Zeit des dynamischen Energiewende-Wandels, für den es weltweit keine Blaupause gibt, steigt die Bedeutung universitärer, angewandter Forschung für den Systembetrieb der Zukunft rasant an, stellten die Teilnehmer fest.

Pressemitteilung als PDF-Datei