28.03.2014

Schwedisch-deutsche Zusammenarbeit für gemeinsame Stromverbindung: Hansa PowerBridge

Stockholm. Am gestrigen Donnerstag wurden die Pläne für eine neue Höchstspannungsverbindungsleitung zwischen Schweden und Deutschland – der ”Hansa PowerBridge” – auf der Hauptversammlung der Svenska kraftnät in Stockholm bekannt gegeben.

Mikael Odenberg, CEO des schwedischen nationalen Übertragungsnetzbetreibers Svenska kraftnät, und Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung des deutschen Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz, unterzeichneten heute in der deutschen Botschaft in Stockholm ein ”Memorandum of Understanding”. Die Unterzeichnung erfolgte in Anwesenheit von Rainer Baake, dem Staatssekretär für Energie im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

"Hauptziel unserer gemeinsamen Absichtserklärung ist es, die Durchführbarkeit einer neuen Leitungsverbindung zwischen Schweden und Deutschland zu untersuchen. Eine solche Leitung wäre ein weiterer Schritt zu einem stärker integrierten europäischen Netz und würde einen erhöhten Stromhandel zwischen unseren beiden Ländern ermöglichen und zur Versorgungssicherheit beitragen", erklärten Mikael Odenberg, CEO von Svenska kraftnät, und Boris Schucht, CEO von 50Hertz, in einer gemeinsamen Mitteilung.

„Dieses Projekt liegt uns sehr am Herzen. Denn ein neues Seekabel zwischen Deutschland und Schweden macht sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Sicht großen Sinn: Es verbindet die riesigen Speicherpotenziale in Schweden mit den Windkraftzentren im Nord-Osten Deutschlands – und ist damit für beide Partner von enormer Bedeutung“, erläuterte Staatssekretär Rainer Baake.

Die Inbetriebnahme der neuen Verbindungsleitung ”Hansa PowerBridge” ist innerhalb des kommenden Jahrzehnts geplant.

Pressemitteilung als PDF-Datei