In der aktuellen Bundesfachplanung hat 50Hertz zwischen den beiden Endpunkten des Vorhabens 1.000 Meter breite Trassenkorridore entwickelt, in denen eine Freileitung realisiert werden kann. Trassenkorridore sind Gebietsstreifen zwischen beiden Endpunkten, in denen die Möglichkeit bestehen muss, eine neue Freileitung zu bauen. Im Gegensatz zum Trassenkorridor ist die spätere Freileitungstrasse wesentlich schmaler. Diese wird nach der Bundesfachplanung, im sogenannten Planfeststellungsverfahren, betrachtet. Der Korridorverlauf sollte sich an bereits vorhandenen Infrastrukturen orientieren. Ziel ist, einen möglichst gradlinigen, gebündelten Trassenverlauf zu finden, der sich so wenig wie möglich Siedlungen annähert sowie einen geringen Eingriff für Natur und Umwelt mit sich bringt.
Im Rahmen der Bundesfachplanung fanden seit Anfang 2024 umfangreiche Untersuchungen mit dem Ziel, den verträglichsten Trassenkorridor zu ermitteln, statt. Dabei wurden Alternativen für mögliche Trassenkorridore entwickelt und in Teilabschnitten, sogenannten Korridorsegmenten, miteinander verglichen.
Konkret wurden in zwei Teilbereichen einzelne Korridorsegmente miteinander verglichen:
- zwischen dem Umspannwerk Lauchstädt und der Gemeinde Frankleben (1, 1A und 2) sowie
- zwischen der Gemeinde Werben und dem Umspannwerk Pulgar bei Zwenkau (4, 5, 6, 7, 8).
Im Abschnitt zwischen den Gemeinden Frankleben und Werben (3) ist der Korridorverlauf alternativlos.