22.12.2016

Combined Grid Solution: Auftrag für Seekabel vergeben

Die Combined Grid Solution (CGS) nutzt – weltweit erstmalig – die Netzanschlüsse von Offshore-Windparks, um die Übertragungsnetze zweier Länder zu verknüpfen. Mit der Auftragsvergabe an nkt cables wurden nun die Seekabel bestellt, welche die beiden Offshore-Windparks verbinden werden. Das Projekt hat damit einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht.

Der noch zu errichtende dänische Offshore-Windpark Kriegers Flak und sein deutsches Pendant Baltic 2 befinden sich weniger als 30 Kilometer entfernt voneinander in der Ostsee. Es ist geplant, die dazugehörenden Umspannplattformen durch zwei 150-Kilovolt-Drehstrom-Seekabel miteinander zu verbinden. Damit wird ein sogenannter Interkonnektor mit bis zu 400 Mega¬watt Übertragungskapazität geschaffen.

Die Legung der bestellten Seekabel ist für Mitte 2018 vorgesehen. Ende 2018 soll der Offshore-Interkonnektor in Betrieb gehen.

Weitere wichtige Hauptkomponenten der Combined Grid Solution sind die Errichtung einer Konverter-Kurzkupplung am Umspannwerksstandort Bentwisch bei Rostock, der Bau einer Offshore-Plattform auf dänischer Seite, die Erweiterung der bestehenden Plattform am Windpark Baltic 2 sowie die Installation von Filtern und Drosseln im dänischen Umspannwerk Bjaeverskov.

Die "Kriegers Flak – Combined Grid Solution” ist von der Europäischen Kommission als „Projekt von gemeinsamem Interesse“ (englisch: project of common interest, PCI) einge-stuft. Solche Netzausbau-Projekte sind besonders wichtig, denn sie schließen Lücken im europäischen Verbundnetz und tragen zur Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Energiemarktes bei. Darüber hinaus erhält das Projekt finanzielle Unterstützung durch das European Energy Programme for Recovery (EEPR).